OPEN DOORS – Offene Türen

Bibelstellen: Psalm 24,7-10; Johannes 10,7-15; Matthäus 11,28-30

Predigt vom 02.02.2020 in der EMK Adliswil

FRAGEN zum Gespräch:

  • Persönliches:
    • Kannst Du ein Erlebnis erzählen, bei dem Du offene oder geschlossene Türen erlebt hast?
  • Zum Image unserer Gemeinde:
    • Rein äusserlich: Sind die Türen der EMK Adliswil bzw. EMK Zürich 2 offen? Was liesse sich allenfalls optimieren?
    • Wie können wir als Gemeinde / Kleingruppe eine starke Gemeinschaft gestalten und doch offen bleiben, um neue Menschen zu integrieren?
    • Wie können wir (besser) bekannt machen, dass die Türen unserer Gemeinde offen sind?
    • Wo funktioniert unsere Willkommenskultur? Wo allenfalls nicht?
  • Zur theologischen Begründung (Punkt II)
    • Wie können wir einander darin unterstützen, ‚unsere Türen‘ für Gott bzw. Christus bzw. seinen Geist zu öffnen?
    • Stimmst Du der These zu: Eine Jesus nachfolgende Gemeinde muss nach seinem Vorbild ausgebreitete Arme bzw. offene Türen haben?
  • Praktische Schlussfolgerungen:
    • Wen kennst Du, der unbedingt erfahren müsste, dass in der EMK-Gemeinde die Türen offen stehen und er/sie herzlich willkommen ist? Wie teilst Du ihm das mit?

Feedbacks auf die Predigt oder Inputs aus dem Gespräch im Hauskreis/in der Kleingruppe sind jederzeit herzlich willkommen. Bitte per Mail an Pfr. Daniel Eschbach.

Freude am Herrn als Stärke

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zu Nehemia 8,10

Der Schriftgelehrte Esra spricht den ver­sammelten Israeliten zu: „Die Freu­de am Herrn ist eure Stärke!“ Dieser Zuspruch geht mir schon einige Tage nicht aus dem Kopf.

Ich wünschte mir, dass die Freude am Herrn die Stärke bzw. die herausste­chende Eigenschaft meines Gottes­glau­bens wäre. Oft ist sie es aber nicht. Anderes drängt sich in den Vordergrund: Tradition, Pflichtbewusstsein, Gewohnheit, Moral, Lehre, sozialer und missionarischer Auftrag …  Die Freude aber wird zugedeckt und der Glaube fühlt sich so schnell anstren­gend an.

„Freude am Herrn als Stärke“ weiterlesen

Perlen aus der Bibel

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zu Matthäus 13,44-46

Mit dem Doppelgleichnis vom Schatz im Acker und von der Perle veranschaulicht Jesus, welchen Wert das Himmelreich (man kann auch vom Reich Gottes oder vom Glauben reden) für einen Menschen haben kann. Er ordnet ihm dann alles andere unter. Aber das tut er nicht aus Pflichtgefühl, nicht aus Tradition, nicht aus Gründen der Logik, sondern aus Begeisterung. „Perlen aus der Bibel“ weiterlesen

Gemeinde: Herausforderung? Überforderung? Geheimnis? Wunder!

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zu Markus 6,30-44

Die Speisung der 5000 veran­schauliche das Wunder der Ge­meinde. Diese Überzeugung ver­treten die beiden deutschen Pfar­rer und Theologen Klaus Douglass und Fabian Vogt in ihrem Buch ‚Expedition zum Anfang‘. Dieses Wunder lasse sich so um­schrei­ben: Christen nehmen um sich herum (körperlich, seelisch oder geistlich) hungrige Menschen wahr. Sie lassen sich von dieser Not betreffen und sichten die Ressourcen, mit denen sie helfen könnten. Diese stellen sie vertrauensvoll Gott zur Verfügung und lassen sich von ihm beauftragen: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ Und dann fangen sie an zu verteilen und staunen, wie viele Menschen trotz äusserst begrenzter Ressourcen satt werden. „Gemeinde: Herausforderung? Überforderung? Geheimnis? Wunder!“ weiterlesen

Querdenker

Bildquelle: http://www.fastbeat.ch/2012/05/reisebericht-japan/, aufgerufen am 25.04.2018. 10.00

zu Jesaja 55,8f

Die neueste Ausgabe der antenne (Medienmagazin aus dem Haus ERF Medien) bringt mich auf das Stichwort Querdenker. Das sind Leute, deren Denken nicht einfach ausgetretenen Pfaden folgt, die unerwartete thematische Ver­knüp­fungen wahrnehmen und neue Ideen kreieren können. Sie ecken zwar häufig an mit ihren Gedanken. Aber sie sind oft besser als andere in der Lage, notwendige Veränderungen anzustossen.

„Querdenker“ weiterlesen

Stehaufmännchen

Bildquelle: http://www.cmbs.de/resilienz/ (aufgerufen am 19.04.2018, 08.45)

zu 2. Korinther 4,8-9

Paulus sah sich in Korinth immer wieder mit heftiger Kritik kon­frontiert. Viele fanden, dass sein Auftreten zu bescheiden sei. Von einem Bevollmächtigten Christi erwarteten sie einen starken Auf­tritt, beeindruckende Autorität und eine blendende Rhetorik. Paulus schrieb zwar wortgewalti­ge Briefe. Doch in der direkten Begegnung scheint er schwach gewirkt zu haben. Das weckte in Korinth ernste Zweifel an seiner Berufung und Begabung als Apostel. „Stehaufmännchen“ weiterlesen

Brief an einen Zweifler

Bildquelle: http://photoheuristic.info/2016/12/27/optische-taeuschung, (aufgerufen am 12.04.2018; 08:45)

zu Johannes 20,24-29

Lieber Thomas,

für viele bist Du nur ‚der Zweifler‘. Sie be­lächeln dich, weil es Dir nicht gereicht hat, von anderen zu hören, dass Jesus auferstanden ist. Ich finde, damit wird man Dir nicht gerecht. Und ich begreife gut: Du wolltest es selbst sehen, wolltest Beweise.

Mich beeindruckt, dass Du zu Deinen Zwei­feln gestanden bist. Sie sind in mei­nen Augen keine Schwäche, sondern Ausdruck von Gründlichkeit und ein Zei­chen für die Hartnäckigkeit Deiner Suche nach der Wahrheit. „Brief an einen Zweifler“ weiterlesen

Sich selbst vergessen?

Bildquelle: Harald Wirth / pixelio.de

Zu Matthäus 6,33, Matthäus 10,39Matthäus 16,24

In seiner Formulierung des Liebesgebots spricht Jesus vom Gleichgewicht zwi­schen der Liebe zu den Mitmenschen und der Liebe zu sich selbst (vgl. Mk 12,31). Ich soll mich selbst nicht lieber haben als die Menschen um mich herum. Schon das fordert mich oft ganz schön he­raus. Wenn dann Jesus aber so­gar von Selbstverleugnung redet oder davon, dass ich mich selber vergessen und nur an die Förderung des Rei­ches Gottes denken soll, fühle ich mich schlicht überfordert. Die Angst, ich selbst könnte dabei zu kurz kommen, greift nach meinem Herz.

„Sich selbst vergessen?“ weiterlesen

Starker Glaube oder Glaube an einen starken Gott?

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zu Markus 9,14-29

Mein Glaube ist offensichtlich nicht so stark. In der Geschichte von der Hei­lung eines epileptischen Knaben steht nämlich der Satz: „Wer glaubt, kann alles!“ (Mk 9,23). Und ein anderes Mal hat Jesus gesagt, dass ein Glaube von der Grösse eines Senfkorns ausreiche, um einen Berg zu versetzen (vgl. Mt 17,20). Ich aber habe erstens noch nie einen Berg versetzt und bin zweitens weit davon entfernt, meinem Glauben alles zuzutrauen. Mein Glaube ist oft schwach und immer wieder mit Zweifeln vermischt. – Ist das ein Problem? Oder spielt die Stärke meines Glaubens – wenn sie denn messbar wäre – vielleicht gar keine Rolle? „Starker Glaube oder Glaube an einen starken Gott?“ weiterlesen