Predigt vom 08.02.2026 in der EMK Adliswil zu Lukas 7,36–50

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Liebe Gemeinde,
noch einmal das Thema: ‘Gute Nachricht’. Es hat uns in den bisherigen Predigten des Jahres 2026 begleitet. Vor einer Woche ging es um den Wortschatz des Glaubens. Davor haben wir darüber nachgedacht, dass wir als Christ:innen ein ‘Live-Ticker’ für Gottes gute Nachrichten sein können – und sollen. Weiter haben wir die Gnade als das Hauptwort des Evangeliums identifiziert. Sie ist die Art und Weise, wie Gott uns in Christus begegnet. Sie hat das letzte Wort, muss das letzte Wort haben. Zugleich steht Gnade für das Protest-Potenzial des Evangeliums in unserer leistungsorientierten Zeit. Sie widerspricht moderner Gnadenlosigkeit und malt den Gegenentwurf Gottes zu unserer Welt.
Dabei ist Gnade kein ideologischer (→ theoretischer) Kampfbegriff. Sondern sie geschieht und wirkt konkret. Ein Beispiel dafür ist die Geschichte von der Salbung Jesu durch eine Frau. Wir haben sie so, wie sie das Lk-Ev erzählt, bereits als Schriftlesung gehört. Gnade ist darin etwas Sinnliches. Sie wird riechbar, füllt den Raum, ja das ganze Haus. Diesen Duft wird niemand je wieder vergessen haben, der oder die dabei war.









