Mut zur Geduld

zu Lu­kas 13,6–9

Als Hob­by­fo­to­graf weiss ich, dass be­son­de­re Bil­der nicht im Hand­um­drehen mach­bar sind. Es braucht oft vie­le Ver­su­che. Manch­mal muss man lan­ge war­ten, bis die Licht­ver­hält­nis­se stim­men, das Su­jet gut ge­trof­fen und das Bild auch noch scharf ist. Aber wenn dann so ein Schnapp­schuss wie der vom Fut­ter sam­meln­den Ei­chelhäher ge­lun­gen ist, weiss man, dass sich das War­ten, die Ge­duld ge­lohnt hat. Manch­mal hat man auch Glück und muss gar nicht so lan­ge war­ten. Auf ei­ner USA-Rei­­se reich­te ei­ne halb­stün­di­ge Rast, um meh­re­re Grau­wa­le vorbei­schwimmen zu se­hen … und so­gar zu fo­to­gra­fie­ren. An­dere Tou­risten, die nur für Mi­nu­ten ne­ben uns hiel­ten und ins Meer späh­ten, ver­pass­ten die­se Be­geg­nung, ob­wohl wir ih­nen da­von er­zähl­ten. „Mut zur Ge­duld“ wei­ter­le­sen

Zuhören

Bild­quel­le: Die­ter Schulz / pixelio.de

Zu Apos­tel­ge­schich­te 20,7–12

Man darf über al­les pre­di­gen, nur nicht über ei­ne hal­be Stun­de! Das wur­de uns im Lau­fe der theologi­schen Aus­bil­dung im­mer wie­der ans Herz ge­legt. Un­ter­des­sen zie­hen man­che die Gren­ze schon bei 20 oder gar 15 Mi­nu­ten. Die Auf­merksamkeitsspanne wird im­mer kür­zer und die Konzentrationsfä­hig­keit scheint all­ge­mein abzu­nehmen. Von Po­li­ti­kern wird oft so­gar ver­langt, dass sie das We­sent­liche in State­ments von 20 bis 30 Se­kun­den auf den Punkt brin­gen kön­nen. Da­bei geht das ei­gent­lich gar nicht, weil die The­men ein­fach zu kom­plex sind. „Zu­hö­ren“ wei­ter­le­sen

Ohne Berührungsangst

zu Mar­kus 1,40–45

Coo­le Leu­te sind kon­taktfreudig. Dank den so­zia­len Me­di­en ist es heu­te mög­lich, mit viel mehr Leu­ten zu­gleich Be­zie­hun­gen zu pfle­gen. Al­ler­dings be­wegt man sich da­bei oft vor al­lem un­ter Seines­glei­chen und da­mit in ei­ner in­di­vi­du­ell ab­ge­stimm­ten Blase.

Hun­der­te oder gar tau­sen­de di­gi­ta­ler Freun­de mö­gen Men­schen un­se­rer Zeit be­ein­dru­cken. Je­sus da­ge­gen wür­de sol­che Cool­ness wohl eher kri-tisch hin­ter­fra­gen: “Was ist denn schon Be­son­de­res dar­an, wenn ihr nur zu eu­res­glei­chen freund­lich seid?” (Mt 5,47). Vor al­lem, wenn  die Schar der di­gi­ta­len Freun­de mit Be­rührungsängsten in ana­lo­gen Be­geg­nun­gen ein­her­geht. Viel­leicht mei­ne ich ja nur, ge­ra­de kei­ne Zeit zu ha­ben. Viel­leicht fürch­te ich aber auch, in Pro­bleme hin­ein­ge­zo­gen zu wer­den oder ich scheue die Aus­ein­an­der­set­zung mit an­de­ren Mei­nun­gen, an­de­ren Kul­tu­ren. Je­den­falls ent­wick­le ich im All­tag bis­wei­len Be­rüh­rungs­ängs­te, die mich Be­geg­nun­gen ver­mei­den und viel ver­pas­sen las­sen. „Oh­ne Be­rüh­rungs­angst“ wei­ter­le­sen

Immer in Gottes Nähe

zu Psalm 139

Die­ser Psalm ge­hört zu mei­nen liebs­ten bib­li­schen Tex­te. Der Be­ter sieht sich über­all und im­mer von Gott um­geben. Ob die­se Ein­sicht tröst­lich, beun­ruhigend oder gar be­ängstigend ist, hängt da­von ab, wie man sich Gott vorstellt.

„Im­mer in Got­tes Nä­he“ wei­ter­le­sen

Gott, was soll ich tun?

zu Apos­tel­ge­schich­te 15,36–16,40

Bis zu 20’000 Ent­scheidungen tref­fen wir je­den Tag. Als Chris­ten möch­ten wir dies so gut wie mög­lich im Sin­ne Got­tes tun. Das gilt schon für klei­ne, all­täg­li­che Fra­gen und noch viel mehr für grund­le­gen­de Wei­chen­stel­lun­gen für das gan­ze Le­ben. Dar­um be­ten wir um Füh­rung, dass Got­tes Geist uns lei­ten mö­ge, zum Bei­spiel zu Be­ginn ei­ner Sit­zung. „Gott, was soll ich tun?“ wei­ter­le­sen