Immer in Gottes Nähe

zu Psalm 139

Die­ser Psalm ge­hört zu mei­nen liebs­ten bib­li­schen Tex­te. Der Be­ter sieht sich über­all und im­mer von Gott um­geben. Ob die­se Ein­sicht tröst­lich, beun­ruhigend oder gar be­ängstigend ist, hängt da­von ab, wie man sich Gott vorstellt.

Wer sich Gott vor al­lem als Wäch­ter über die Mo­ral, als un­be­stech­li­chen Rich­ter oder gar als zor­ni­gen Rä­cher al­len Un­rechts vor­stellt, wird kaum Ru­he fin­den beim Ge­dan­ken, dass er al­les kennt, weiss und sieht. Wer hin­ge­gen von Je­su Ver­kün­di­gung her  in ers­ter Li­nie den lie­ben­den Va­ter oder von Stel­len wie Je­sa­ja 66,13 her die trös­ten­de Mut­ter vor Au­gen hat, für den oder die kann Psalm 139 zur Kraft­quel­le im All­tag wer­den. Die­ses Ge­bet läuft dann auf die Aus­sa­ge hin­aus: Wo im­mer du hin­kommst, da er­war­tet dich Gott schon mit of­fe­nen Armen.

Für ei­nen Got­tes­dienst ha­be ich vor ei­ni­gen Jah­ren ei­ne Ver­to­nung des Psalms 139 durch den Os­lo Gos­pel Choir mit Bil­dern zu ei­ner Me­di­ta­ti­on mit dem Ti­tel ‘dei­ne Lie­be’ kom­bi­niert. Viel­leicht kann sie dem ei­nen oder der an­de­ren hel­fen, die­sen Psalm zur Kraft­quel­le zu machen.

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