Stolz auf meine Kirche?

zu 1. Thess. 1,2-10

Unsere Sicht auf die eigene Kirche und Ge­meinde ist oft problem- oder defizitorien­tiert. Wir können gut benennen, was fehlt, was nicht so recht klappt und wo wir an Grenzen stossen. – Selbstkritik ist sicher wichtig. Aber man kann es auch übertreiben. Und dann gräbt man der eigenen Begei­ste­rung nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für den Glauben überhaupt, das Wasser ab. Das muss nicht sein. Denn es gibt Gründe, ein stolzer Methodist zu sein.

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Hoffnung oder Verzagtheit?

Foto: Yaoqi LAI/Unsplash

«Und sie sprachen zu der ganzen Gemeinde der Israeliten: Das Land, das wir durchzogen haben, um es zu erkunden, das Land ist sehr, sehr schön. Wenn der Herr Gefallen an uns hat, wird er uns in dieses Land bringen es uns geben, ein Land, wo Milch und Honig fliessen.» (Numeri 14, 7-8)

Hier antwortet Josua als einer der Kundschafter auf Ängste im Volk Israel ob ihres Berichts. Das gelobte Land, so der Bericht, ist wirklich ein Land des Überflusses. Doch es wird bewohnt von gross gewachsenen Menschen, die sich mächtige Städte gebaut haben. So schliesst einer der Kundschafter seinen Bericht: «Wir kamen uns vor wie Heuschrecken, und so erschienen wir auch ihnen.» (Numeri 13, 33). Hier die reine Hoffnung, dort die pure Verzagtheit. Weshalb?

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Vertrauen auf Vorschuss

zu Lk 19,1-10

Es ist ausgesprochen schwierig, Menschen zu dauerhaften Ver­änderungen ihres Verhaltens zu motivieren. Gute Argumente oder sozialer Druck haben nur beschränkte Wirkung. Auch das Motto ‚Zuckerbrot oder Peitsche‘ funktioniert selten nachhaltig. Wir Menschen sind in vielen Belangen ausgesprochen beratungsresistent. Von Jesus allerdings erzählt das Neue Testament, dass er auch ‚harte Nüsse‘ locker knacken konnte. Wie machte er das bloss?  „Vertrauen auf Vorschuss“ weiterlesen

Befreit von Gesetzlichkeit — Berufen zur Verantwortung

Photo: Jens Lelie/Unsplash

«Und er sagt zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbats willen.» (Markus 2, 27)

So rechtfertigte Jesus gegenüber den Pharisäern, dass seine Jünger Ähren rauften, also Getreidekörner zur Nahrung gewannen. Diese Aussage von Jesus muss die Pharisäer wie ein Blitz getroffen haben – kurz darauf beschliessen sie, bezeichnenderweise an einem Sabbat, Jesus zu töten.

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