‘Wirtschaften’ im Reich Gottes — oder: Gott als ‘billiger Jakob’?

Je­sa­ja 55,1–5

Pre­digt am 03.07.2022 in der EMK Ad­lis­wil und in der Regenbogenkirche

Co­py­right: Mosta­fi­jur Rah­man Na­sim on unsplash.com

Lie­be Gemeinde,

„uf d’Wirtschaft chunnt’s a, Löli!“ Bes­ser be­kannt ist die­ses Zi­tat im eng­li­schen Ori­gi­nal: ‚It’s the eco­no­my, stu­pid!“ So lau­te­te das in­ter­ne Mot­to im Wahl­kampf­team Bill Clin­tons um die US-Prä­si­dent­schaft 1992. Ge­meint ist da­mit: Ge­wählt wird vom Volk, wer die bes­ten Chan­cen auf wirt­schaft­li­chen Fort­schritt und Meh­rung des Wohl­stands ver­spricht. Dar­auf wur­de Clin­tons Kam­pa­gne aus­ge­rich­tet. Und tat­säch­lich: Ob­wohl zu Be­ginn des Wahl­kampfs aus­sichts­los im Hin­ter­tref­fen, wur­de Bill Clin­ton klar zum Prä­si­den­ten ge­wählt. – Auf die Wirt­schaft kommt es an. So­gar in so über­sät­tig­ten Ge­sell­schaf­ten wie der us-ame­ri­ka­ni­schen oder auch der unsrigen.

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GOTTES BILD — so wie du bist

Pre­digt­rei­he EVANGELIUM II

Pho­to by Vla­di­mir Fe­do­tov on Unsplash

Bi­bel­tex­te: 1.Mose 1,27–31

„Lie­be, die du mich zum Bil­de dei­ner Gott­heit hast ge­macht!“ – So ha­ben wir eben ge­sun­gen. In die­ser et­was sper­ri­gen For­mu­lie­rung – ei­ne Ge­bets­an­re­de an Gott – steckt das heu­ti­ge Pre­digt­the­ma: Wir sind, du bist, ich bin … so wie wir sind, wie du bist, wie ich bin … Got­tes Bild. Ge­meint ist da­mit: Wir bil­den mit un­se­rem Le­ben, mit un­se­ren Re­den und Han­deln, Gott ab. Durch uns wird sicht­bar, wer Gott ist und wie Gott ist.
Die gros­se Fra­ge ist aber: Ist das ei­ne Zu­sa­ge, ei­ne gu­te Nach­richt, Evan­ge­li­um? Oder ist es ein Auf­trag, ja ein An­spruch Got­tes an uns, ein Ge­setz al­so, an dem wir schei­tern könn­ten? Dar­an ent­schei­det sich, ob es Stress für uns be­deu­tet oder Dank­bar­keit we­cken kann, ob es uns En­er­gie kos­tet oder En­er­gie gibt.

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Du bist gewollt und geliebt

Pre­digt­rei­he EVANGELIUM I

Pho­to by Tim Hüf­ner on Unsplash

Bi­bel­tex­te: Je­sa­ja 43,1; Lu­kas 10,20

ein al­ter Jour­na­lis­ten­spruch be­sagt, dass nichts äl­ter sei als die Zei­tung von ges­tern. Heu­te kann ei­ne Push-Mel­dung so­gar schon nach ei­ner Stun­de über­holt und da­mit ur­alt sein. Das ist ein Pro­blem mit al­len Nach­rich­ten. Es gilt für die schlech­ten, die in den Me­di­en meist do­mi­nie­ren (weil wir Men­schen uns für die Ne­ga­tiv­schlag­zei­len mehr in­ter­es­sie­ren), ge­nau­so wie für die gu­ten Nach­rich­ten. Man ge­wöhnt sich leicht dar­an. Und dann nimmt man noch die bes­ten Nach­rich­ten ge­lang­weilt hin und lässt sich von nicht mehr aus dem Ho­cker reis­sen.
Hat es da­mit zu tun, dass die Be­geis­te­rung für das Evan­ge­li­um oft nur ei­ne kur­ze Halb­werts­zeit hat. Noch die al­ler-bes­te Nach­richt er­hält beim 10., 20. oder si­cher dann 50. den Kom­men­tar: „Ja, klar. Weiss ich schon!“ – ‚Feu­er und Flam­me blei­ben‘ für das Evan­ge­li­um, die bes­te al­ler Nach­rich­ten? Das ist gar nicht so einfach.

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Gott schafft Neues

Ei­ne Vi­deo-An­dacht aus der EMK Ad­lis­wil zu Je­sa­ja 43,19 und 2. Ko­rin­ther 5,17–21; mit Tai­zé-Lie­dern aus dem EMK-Ge­sang­buch zum Mitsingen.

Urs Bert­schin­ger an der Or­gel und Lu­ca Hunold an Ton und Ka­me­ra ha­ben mich un­ter­stützt. Ganz herz­li­chen Dank für Eu­er Engagement.

Querdenker

Bild­quel­le: http://www.fastbeat.ch/2012/05/reisebericht-japan/, auf­ge­ru­fen am 25.04.2018. 10.00

zu Je­sa­ja 55,8f

Die neu­es­te Aus­ga­be der an­ten­ne (Me­di­en­ma­ga­zin aus dem Haus ERF Me­di­en) bringt mich auf das Stich­wort Quer­den­ker. Das sind Leu­te, de­ren Den­ken nicht ein­fach aus­ge­tre­te­nen Pfa­den folgt, die un­er­war­te­te the­ma­ti­sche Ver­knüp­fungen wahr­neh­men und neue Ideen kre­ieren kön­nen. Sie ecken zwar häu­fig an mit ih­ren Ge­dan­ken. Aber sie sind oft bes­ser als an­de­re in der La­ge, not­wen­di­ge Ver­än­de­run­gen anzustossen.

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Söll emol cho!

zu Hes 36,26 (Jah­res­lo­sung 2017), 1. Ko­rin­ther 16,22Offb 22,20

Li­sa Spre­ckel­mey­er / pixelio.de

Ad­vent (An­kunft von lat. ‘ad­ven­tus’; ge­meint ist die An­kunft Got­tes) ist die Zeit des War­tens. Wir war­ten dar­auf, dass Got­tes Wirk­lich­keit in un­se­re Welt ein­bricht, dass sei­ne Ver­spre­chen aus der Bi­bel Wirk­lich­keit wer­den. Wirk­lich? Oder wür­de uns wo­mög­lich stö­ren, wenn un­se­re vorweihnacht­liche Ge­schäf­tig­keit, un­se­re ge­lieb­ten Tra­di­tio­nen und Ge­wohn­hei­ten, un­ser Fest­me­nu etc. von Gott durch­kreuzt würden? 

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Denk-mal

zu He­se­kiel 36,26 und 1.Mose 28,10–22

Lu­ther-Denk­mal in Eisenach

Heu­te vor 500 Jah­ren be­gann die Refor­mation. Sie hat auf vie­len Ge­bie­ten gros­se Ver­än­de­run­gen aus­ge­löst. Im Nach­hin­ein wur­de sie als Brü­cke zu ei­ner neu­en Epo­che ein­ge­schätzt. Die­sen Jah­res­tag zu fei­ern ist al­so wohl ge­rechtfertigt. Doch wie? Geht es um Denk­mal­schutz? Oder eher um ein Nach­den­ken, das heu­te Veränderun­gen (Re­for­men) in Glau­be und Kir­che be­güns­tigt? „Denk-mal“ wei­ter­le­sen