Zäme bäte (d’Chraft vom Mitenand V)

Predigt am Son­ntag, 12.04.2026 in der EMK Adliswil zu Philip­per 4,6–7

Copy­right: erstellt mit Gem­i­ni 3

Macht euch keine Sor­gen. Im Gegen­teil: Wen­det euch in jed­er Lage an Gott. Tragt ihm eure Anliegen vor in Gebeten und Für­bit­ten und voller Dankbarkeit.
Und der Friede Gottes, der alles Ver­ste­hen über­steigt, wird eure Herzen und Gedanken behüten. Er wird sie bewahren in der Gemein­schaft mit Jesus Chris­tus.                                                                                                          Philip­per 4,6 (Basis Bibel)

Liebe Gemeinde,

noch kürz­er: «Macht euch keine Sor­gen … das Gebet ist die Lösung … so regiert der Friede Gottes in euren Herzen und Gedanken.» Das klingt gut! Aber kön­nen wir dem trauen? Ist es nicht allzu ein­fach? – Aber auch: Darf man so zweifel­nd denken? Falls ja: Wo kann man das aussprechen?

„Zäme bäte (d’Chraft vom Mite­nand V)“ weit­er­lesen

Zäme frei (d’Chraft vom Mitenand IV)

Predigt vom 29.03.2026 in der EMK Adliswil zu Galater 5,1.13–14

Copy­right: erstellt mit Gem­i­ni 3

Liebe Gemeinde,

schon seit ein­er Weile sind wir in den Gottes­di­en­sten unter dem Mot­to ‘Zäme – d’Chraft vom Mite­nand’ unter­wegs. Dies, weil christlich­er Glaube kein Solo­lauf ist, son­dern ein Mannschaftss­port. Weil wir zusam­menge­hören und einan­der brauchen. Wir haben schon nachgedacht übers ‘Zäme teile’ und über Gast­fre­und­schaft unter dem Mot­to ‘zäme am Tisch’. Schliesslich haben wir am ver­gan­genen Son­ntag aus vollem Herzen und voller Kehle ‘zäme gsunge’.
Heute geht es um ein The­ma, das nicht zum ‘Zäme’ zu passen scheint: Frei­heit. Sie ist eine wesentliche Säule unseres Glaubens. Das Evan­geli­um bedeutet Frei­heit von Schuld und von Belas­tun­gen, bedeutet Erlö­sung. Das aber denken wir vor allem indi­vidu­ell. Wie sind Frei­heit und Miteinan­der zusam­men zu denken? Wie ist es zu ver­ste­hen, dass jed­er und jede ganz frei ist … und doch in eine Gemein­schaft inte­gri­ert? Was eben auch Verpflich­tun­gen bedeutet. Das The­ma dieser Predigt lautet also ’Zäme frei’.

„Zäme frei (d’Chraft vom Mite­nand IV)“ weit­er­lesen

Zäme singe (d’Chraft vom Mitenand III)

Predigt vom 22.03.2026 in der EMK Adliswil zu Koloss­er 3,16

Copy­right: erstellt mit Gem­i­ni 3

Liebe Gemeinde,

nach einem Unter­bruch von ein­er Woche – dank der Ökumene – geht es weit­er mit ‘Zäme – d’Chraft vom Mite­nand’. Zuerst haben wir übers ‘Zäme teile’ nachgedacht. Danach ging es unter dem Mot­to ‘Zäme am Tisch’ um Gast­fre­und­schaft. Im Hin­ter­grund der ganzen Rei­he ste­ht ein Satz von John Wes­ley, näm­lich: «Es gibt keine Heiligkeit auss­er der sozialen Heiligkeit». Oder, wer es lieber in Dialekt und ohne John Wes­ley hätte: ‘Warum gahts dänn nöd als Solochrischt? … will d’eleige ganz ver­lore bisch und dir niemer hälfe cha.’

„Zäme singe (d’Chraft vom Mite­nand III)“ weit­er­lesen

Zäme am Tisch (d’Chraft vom Mitenand II)

Predigt vom 08.03.2026 in der EMK Adliswil zu Hebräer 13,1–2

Copy­right: Bilder­saal EMK

Liebe Gemeinde,

es geht weit­er mit der Rei­he ‘Zäme – d’Chraft vom Mite­nand’. Im Hin­ter­grund ste­ht unter anderem das Zitat von John Wes­ley: «Es gibt keine Heiligkeit auss­er der sozialen Heiligkeit». D.h. Glaube ist kein Solo­lauf. Glaube ist, wenn man so will, ein Mannschaftss­port. Er funk­tion­iert nicht im Allein­gang. Wir brauchen das ‘Zäme’. Unsere Kraft kommt aus dem Miteinan­der, mit Gott und miteinan­der. Nur daraus wächst und reift unser Glaube. Nur so wer­den wir wirk­sam in dieser Welt.
Ums ‘zäme Teile’ ging es am let­zten Son­ntag. Heute heisst das The­ma ‘zäme am Tisch’. Das passt schon deshalb, weil wir am näch­sten Sam­stag erst­mals ‘zäme am Tisch’ in Form eines Brunch­es aus­pro­bieren. Darüber hin­aus geht es mir heute nicht nur um Tis­chge­mein­schaft, son­dern generell um Gast­fre­und­schaft … die häu­fig ‘zäme am Tisch’ einen angemesse­nen Aus­druck findet.

„Zäme am Tisch (d’Chraft vom Mite­nand II)“ weit­er­lesen

Wortschatz des Glaubens (Gute Nachricht IV)

Predigt vom 01.02.2026 in der EMK Adliswil zu Koloss­er 3,16f

erstellt mit Google Gem­i­ni 3

Liebe Gemeinde,

Worte sind alles andere als harm­los. Sie haben Kraft und Wirkung. Worte kön­nen aufricht­en oder nieder­drück­en, trösten oder ver­let­zen, Mut machen oder Angst ver­stärken. Ein einziges Wort kann einen ganzen Tag verän­dern – zum Guten oder zum Schlechten.

Wir wer­den heutzu­tage per­ma­nent mit ein­er Unmenge von Worten kon­fron­tiert: Nachricht­en pras­seln auf uns ein, Diskus­sio­nen über­schla­gen sich, Mei­n­un­gen wer­den laut und oft hart vertreten. Wie oft empfind­en wir dabei: Viele Worte brin­gen keine guten Nachricht­en. Sie machen müde, verun­sich­ern und lassen uns zweifeln. An der Zukun­ft, an uns selb­st, an anderen Men­schen, oft auch an Gott.

In den Predigten bis zu den Sport­fe­rien frage ich deshalb nach den guten Nachricht­en: Was bedeutet eigentlich Evan­geli­um? Wie wer­den heute aus dem Evan­geli­um gute Nachricht­en? Dabei ist heute im Fokus: Die Sprache des Evan­geli­ums. Welchen Wortschatz hat der Glaube? – In Kol 3,16f ist dazu zu lesen:

„Wortschatz des Glaubens (Gute Nachricht IV)“ weit­er­lesen

Gnade (Gute Nachricht I)

Predigt vom 11.01.2026 in der EMK Adliswil zu Titus 2,11

Copy­right: Vishal Jah­dav on unsplash.com

Liebe Gemeinde,

als Kinder mussten wir beim Mit­tagessen schweigen, solange die Nachricht­en am Radio liefen. Nachricht­en waren und sind eben wichtig. Wobei wir heute wohl öfter von News reden. Doch so oder so: Man will und muss informiert sein. Es gibt Break­ing News, die im Schrift­band über den Bild­schirm laufen. Es gibt immer mehr Fake News. Wir informieren uns über die Tagess­chau, die Tageszeitung (wer hat sie noch auf Papi­er? Ich z.B. nicht) oder auch via Social Media (was freilich heikel sein kann, weil Vieles schw­er über­prüf­bar ist). Bei ganz drama­tis­chen Ereignis­sen oder Umstän­den liefert uns der News-Tick­er sog­ar im Minu­ten­takt Infos auf das Handy. Oft bis meis­tens sind es ‚Bad News‘ – schlechte Nachricht­en, die uns so erre­ichen. Sie kön­nen uns belas­ten und aufwühlen.
In der Bibel gibt es auch schon News bzw. Nachricht­en. Das Wort Evan­geli­um ist näm­lich sozusagen die Urform der Nachricht. Die griechis­che Vor­silbe Eu macht sie speziell. Sie bedeutet ‚gut‘ oder ‚wohl‘. Evan­geli­um heisst also gute Nachricht, fro­he Botschaft. Es bietet ‘good News’. Evan­geli­um ist von seinem Wesenskern eine gute, ja die beste Nachricht. — Während andere News uns sagen, was alles falsch und schief gelaufen ist, sagt das Evan­geli­um uns, was Gott wieder gut gemacht hat. Das Evan­geli­um sagt uns nicht, was wir tun müssen. Vielmehr spricht es uns zu, was Gott für uns getan hat. Dazu müsste es einen Live-Tick­er geben, der uns per­ma­nent News auf das Handy schickt.

„Gnade (Gute Nachricht I)“ weit­er­lesen

Gottes vorbehaltloses Ja

Predigt zum 4. Advent am 21.12.2025 in der EMK Adliswil zu 2.Korinther 1,15–22

Liebe Gemeinde,

um das Jahr 50 n.Chr. herum lebte der Apos­tel Paulus fast zwei Jahre lang in Korinth. Er arbeit­ete im Zelt­macher­be­trieb des Ehep­aars Aquila und Priszil­la. Diese waren nicht nur seine Arbeit­ge­ber, son­dern wur­den zu guten Fre­unde und Unter­stützern. Zusam­men mit Silas und Tim­o­theus grün­de­ten die drei eine christliche Gemeinde, die schnell wuchs. Als Paulus dann weit­er­reiste, blieb er im brieflichen Kon­takt mit dieser Gemeinde. Im ersten Korinther­brief z.B. beant­wortete Paulus eine Rei­he von Fra­gen aus Korinth. Etwa im Jahr 55 besuchte Paulus Korinth dann wieder. Dieser Besuch aber ver­lief nicht wie gewün­scht. Paulus fand, dass sein Brief nicht die erwün­schte Wirkung erzielt hätte und sagte dies auch. Darauf griff jemand den Apos­tel mas­siv an und stellte seine apos­tolis­che Sendung in Frage. Nie­mand wider­sprach. Nie­mand aus der Gemeinde stärk­te Paulus den Rück­en. So reiste er schliesslich wieder ab, tief gekränkt und ver­let­zt. Er emp­fand, einen Scher­ben­haufen zu hin­ter­lassen. Von Eph­esus aus schrieb Paulus dann ‚unter Trä­nen‘ einen weit­eren Brief (ver­mut­lich ist dieser ver­loren. Evtl. steck­en Teile davon in 2. Ko 10–13). Diesen ‚Trä­nen­brief‘ brachte Tim­o­theus per­sön­lich nach Korinth. Ihm gelang es bei dieser Gele­gen­heit auch, die Wogen wieder zu glät­ten. Davon erzählte er Paulus, als er zu diesem nach Eph­esus zurück­kehrte. Voller Freude ver­sprach der Apos­tel darauf den Korinth­ern (in einem weit­eren ver­lore­nen Brief?) einen baldigen Besuch. Doch dazu kam es nicht. Paulus musste seine Reise­pläne wieder ändern. Darum arg­wöh­n­ten manche Korinther, Paulus schmolle immer noch. Andere war­fen ihn vor, sein Ver­sprechen gebrochen zu haben. Dage­gen wehrt sich Paulus am Anfang des 2. Korinther­briefes (der also ver­mut­lich eher der vierte Brief war). Ich lese aus 2. Korinther 1:

„Gottes vor­be­halt­los­es Ja“ weit­er­lesen

Ausweg in die Zukunft

Predigt zum 3. Advent am 14.12.2025 in der EMK Adliswil zu Hebräer 10,19–25

Liebe Gemeinde,

Wir sehen den Abgang zu einem Berg­w­erksstollen. Da unten bauen Bergleute Rohstoffe ab – Kohle, Erze, Dia­man­ten … . Über die Leit­er führt ihr Weg nach der Arbeit zurück ans Licht, zurück ins Leben. – Bergleute leben gefährlich. Man hört und liest immer wieder, dass Bergleute ver­schüt­tet wor­den sind. In der Regel bedeutet das zwar nicht, dass sie selb­st unter Steinen begraben liegen. Meis­tens ist aber ein Stollen einge­brochen und zugeschüt­tet wor­den. Damit ist der Rück­weg abgeschnit­ten. – Das ist, auch wenn sie unver­let­zt geblieben sind, eine verzweifelte Sit­u­a­tion. Denn so ist die Luftzu­fuhr abgeschnit­ten und das heisst: Der Sauer­stoff wird aus­ge­hen. Dann dro­ht der Tod durch Erstick­en.
Was kann da helfen? Die Bergleute kön­nten zwar von ihrer Seite her mit aller Kraft graben. Das ist aber gefährlich und bringt wenig. Schliesslich ist ein einge­broch­en­er Stollen insta­bil. Ver­mut­lich würde ständig neues Geröll in den Gang fall­en und sie wür­den nichts erre­ichen. Ver­schüt­tete Bergleute kön­nen sich nicht sel­ber ret­ten. Ihre einzige Chance ist, Energie und Sauer­stoff zu sparen, damit sie länger durch­hal­ten. Dazu mit Klopfze­ichen auf sich aufmerk­sam machen und … warten, bis Ret­tung kommt.
Wir sind zwar keine ver­schüt­teten Bergleute heute Mor­gen. Aber die Sit­u­a­tion lässt sich auf das Leben über­tra­gen. Es gibt viel, was unseren schein­bar sicheren Weg gefährden und zum Ein­sturz brin­gen kann. Was ist, wenn unser Weg ver­schüt­tet wird? Wer holt uns dann heraus?

„Ausweg in die Zukun­ft“ weit­er­lesen

Machtwechsel

Predigt zu Philip­per 2,6–11 in der EMK Adliswil am 20.04.2025 (Ostern)

Liebe Gemeinde,

Ostern bedeutet einen, ja den Machtwech­sel schlechthin: Vom Tod zum Leben; von der Verzwei­flung zur Hoff­nung; von Lethargie und Res­ig­na­tion zum Auf­bruch. In den Geschäften find­et der Machtwech­sel jew­eils schon etliche Wochen früher statt, nicht ger­ade tief­greifend, aber augen­fäl­lig: Spätestens Ende Feb­ru­ar ver­schwinden Man­dari­nen, Erd­nüsse und Fas­nachtschüech­li aus den Regalen. Plöt­zlich regieren Schog­gi­hasen und Ostereier. Ich erschrecke zwar Jahr für Jahr, wenn gefühlt noch mit­ten im Win­ter die Deko­ra­tion ganz auf Früh­ling wech­selt. Aber ich feiere gerne den Machtwech­sel von Ostern. Den Sieg des Lebens über den Tod

„Machtwech­sel“ weit­er­lesen

Kraft in der Schwachheit (aus dem Vollen schöpfen III)

Predigt zu 2. Korinther 12,9 in der EMK Adliswil am 23.03.2025

Copy­right Yok­sel Zok on unsplash.com

Liebe Gemeinde,

‚Lass dir an mein­er Gnade genü­gen, denn meine Kraft ist im Schwachen mächtig‘ Paulus hat das geschrieben. Ver­mut­lich con­tre Coeur. Denn auch Paulus wün­schte sich sich­er nicht, schwach zu sein. Das wün­scht sich nie­mand. Nein! Men­schen wollen stark sein, nicht schwach. Sie wollen gewin­nen und nicht knapp am Siegerpodest vor­beis­chram­men. Sie wollen selb­st­bes­timmt und unab­hängig entschei­den kön­nen. Sie wollen den Schwachen helfen. Sie wollen nicht selb­st schwach, hil­fs­bedürftig und abhängig sein. Den­noch ken­nen alle auch Erfahrun­gen und Momente der Schwäche. Ich meine jet­zt nicht die Erschöp­fung, wenn man ein Ziel erre­icht hat. Dann ist man bei aller Müdigkeit auch zufrieden und dankbar. Son­dern ich meine: K.o. sein, wenn man alles gegeben und doch nichts erre­icht hat. Wie sich ein Burnout anfühlt: Die Kraft ist weg. Und sie bleibt weg. Wom­it auch Zuver­sicht, Ideen, Moti­va­tion fehlen. So geht es einem Fuss­baller im Moment, da das Spiel um den Lig­aer­halt ver­loren und der Abstieg unver­mei­d­bar gewor­den ist. Von solch­er Schwäche schreibt Paulus.

„Kraft in der Schwach­heit (aus dem Vollen schöpfen III)“ weit­er­lesen