… also schämt euch nicht!

Pre­digt­rei­he EVANGELIUM VI

Bi­bel­tex­te: Rö­mer 1,16

Co­py­right: Ben White on unsplash.com

in den Krie­gen zwi­schen Is­ra­el un­ter Kö­nig Saul und den Phi­lis­tern hat­ten letz­te­re die Bun­des­la­de ge­stoh­len. Der ver­gol­de­te Holz­kas­ten, der die Ta­feln mit Got­tes Ge­bo­ten ent­hielt, war der hei­ligs­te Be­sitz des Vol­kes. Et­li­che Jah­re spä­ter kam die Bun­des­la­de zu­rück nach Je­ru­sa­lem. 2.Sam 6 er­zählt, wie das vor sich ging. Für Da­vid, erst seit kur­zem Kö­nig über Is­ra­el, war e ei­ne ganz gros­se Sa­che. Er liess es sich nicht neh­men, den Um­zug per­sön­lich an­zu­füh­ren. Be­klei­det nur mit ei­nem Pries­ter­schurz, tanz­te er den gan­zen Weg vor der Bun­des­la­de her. Und zwar nicht ge­sit­tet, zu­rück­hal­tend, wie es sich für den Kö­nig ge­ziemt hät­te. Son­dern vol­ler Hin­ga­be, vol­ler Lei­den­schaft, oder wie die Lu­ther­bi­bel über­setzt: „Da­vid tanz­te mit al­ler Macht vor dem Herrn her!“ Sei­ner Frau Mi­chal hin­ge­gen war es höchst pein­lich, wie Da­vid sich – wie sie fand – vor dem gan­zen Volk zum Af­fen mach­te. Sie schäm­te sich in Grund Bo­den. Da­vid hin­ge­gen er­klär­te, dass er sich ger­ne klein ma­chen wol­le, so­lan­ge es der Eh­re Got­tes diene.

„ … al­so schämt euch nicht!“

„… al­so schämt euch nicht!“ wei­ter­le­sen

Für alle

Pre­digt­rei­he EVANGELIUM V

Bi­bel­tex­te: Mat­thä­us 11.28–30; Mar­kus 2,17; Ko­los­ser 3,11

mit Psalm 23 (eben ge­hör­tes bzw. ge­sun­ge­nes Lied) knüp­fen wir an, wo wir vor ei­ner Wo­che auf­ge­hört ha­ben: Der gu­te Hir­te weicht nicht von Dei­ner Sei­te, geht Dir nach, be­glei­tet dich … so­gar, ja ge­ra­de in den dun­kels­ten und tiefs­ten Tä­lern Dei­nes Le­bens­wegs. DU BIST NIE ALLEIN! Das ist ei­ne der gu­ten Nach­rich­ten Got­tes für Dich. Ge­nau­so (→ The­men der vor­an­ge­hen­den Sonn­ta­ge) gilt für Dich: Du bist ge­wollt und ge­liebt. — Du bist, so wie du bist, Got­tes Bild. – Ver­än­de­run­gen (Wen­de zum Bes­se­ren bzw. Gu­ten) sind mög­lich.
Das ist Evan­ge­li­um pur! Es gilt. Für dich. Ganz per­sön­lich. Dar­auf kannst Du Dein Le­ben, Dei­ne Ge­dan­ken, Dei­ne Ge­füh­le, Dei­nen Glau­ben ab­stüt­zen und auf­bau­en. — Wenn Du das er­fah­ren hast, Feu­er ge­fan­gen hast für das Evan­ge­li­um Chris­ti, sei­ner Bot­schaft ver­trau­en willst, dann ist als nächs­ter Schritt wich­tig: Be­grei­fen (und da­nach han­deln), dass es nicht nur Dir, son­dern al­len Men­schen gilt. Das Evan­ge­li­um ist ei­ne zwar sehr per­sön­li­che gu­te Nach­richt. Aber sie ist nicht pri­vat. Wir sind be­auf­tragt, die Bot­schaft mit an­de­ren zu tei­len. Wir sol­len Men­schen be­grei­fen und er­le­ben las­sen, dass das Evan­ge­li­um auch ih­nen gilt. Es gibt kei­ne Aus­nah­me. – Wir sol­len ‚froh­bot­schaf­ten‘ (Ich ver­zich­te auf das be­las­te­te und des­halb vor al­lem aus­ser­halb der Kir­che miss­ver­ständ­li­che Wort ‚evan­ge­li­sie­ren‘). Froh-Bot­schaf­te­rIn­nen sol­len und kön­nen wir sein, im Na­men und Auf­trag Christi.

„Für al­le“ wei­ter­le­sen

Veränderung ist möglich

Pre­digt­rei­he EVANGELIUM III

Bi­bel­tex­te: 2. Ko­rin­ther 5,17ff, Lu­kas 19,1–10

Har­ry S.Truman, dem 33. Prä­si­den­ten der USA (1945–1953), wird fol­gen­der Satz zu­ge­schrie­ben: „Ein Pes­si­mist macht aus je­der Chan­ce ein Pro­blem; ein Op­ti­mist macht aus je­dem Pro­blem ei­ne Chan­ce!“ Gut auf den Punkt ge­bracht, wie ich fin­de. Zu wel­cher Ka­te­go­rie ge­hö­ren nun Chris­ten? – Sind wir Pes­si­mis­ten? Schliess­lich: Al­le Men­schen sind Sün­der. Nie­mand ist per­fekt. Ja, die Bi­bel sagt so­gar: „Das Dich­ten und Trach­ten ih­res Her­zens ist bö­se von Ju­gend auf!“ (Gen 6,5) Dem­nach müss­ten, wo im­mer Men­schen ih­re Fin­ger im Spiel ha­ben, letzt­lich die Pro­ble­me wach­sen. – Oder sind wir doch eher Op­ti­mis­ten? Auch das lies­se sich bi­blisch un­ter­mau­ern, z.B. mit ei­nem Pau­lus-Zi­tat: „Ich ver­mag al­les durch den, der mich mäch­tig (d.h. stark) macht.“ (Phil 4,13) – Es wä­re wohl über­trie­ben, von Chris­ten zu ver­lan­gen, sich in je­der Le­bens­la­ge op­ti­mis­tisch zu füh­len. Aber an die Hoff-nung, dass dank Chris­tus im­mer ei­ne Ver­än­de­rung, d.h. ei­ne Wen­de zum Bes­se­ren mög­lich ist, wer­den sich Chris­ten bis zu­letzt klam­mern. Denn das ist ein Grund, war­um Chris­ten zu al­len Zei­ten Feu­er und Flam­me für ih­ren Glau­ben wa­ren: Sie ha­ben be­ob­ach­tet und selbst er­lebt, wie dank Gott sich Pro­ble­me – klei­ne, gros­se und rie­si­ge – lö­sen lies­sen. Sie ha­ben sich vom Evan­ge­li­um zu­spre­chen las­sen: Ver­än­de­rung zum Bes­se­ren, ja zum Gu­ten ist nicht ein op­ti­mis­ti­sches Hirn­ge­spinst. Es ist ei­ne ech­te Möglichkeit.

„Ver­än­de­rung ist mög­lich“ wei­ter­le­sen

Was zählt?

Bi­bel­text: Rö­mer 14,17

Wor­über ha­ben Chris­ten nicht schon ge­strit­ten im Lau­fe der Zeit! Seit der Re­for­ma­ti­on gibt es zum Bei­spiel den Streit um die Gül­tig­keit der Kin­der­tau­fe. In der Grün­der­zeit der me­tho­dis­ti­schen Kir­che, gab es Aus­ein­an­der­set­zun­gen dar­über, ob ein aus­ser­halb ei­ner Kir­che im Frei­en ab­ge­hal­te­ner Got­tes­dienst gül­tig sei oder nicht. Es gab Kon­flik­te um die Rol­le der Frau­en in der Kir­che oder die Teil­nah­me von Kin­dern am Abend­mahl., Auch die Fra­ge nach dem ei­nem Got­tes­dienst an­ge­mes­se­nen Mu­sik­stil oder das The­ma der Kir­chen­struk­tur kön­nen Chris­ten ge­gen­ein­an­der auf­brin­gen. Und es gibt noch viel, viel mehr davon.

„Was zählt?“ wei­ter­le­sen

Stark in der Schwachheit

zu 2. Ko­rin­ther 4,8–9

Je stär­ker dein Glau­be an Chris­tus, des­to bes­ser geht es dir. Wie ger­ne hät­ten wir, dass das wahr wä­re. Im Stil­len nei­gen man­che Chris­ten da­zu, das tat­säch­lich zu glau­ben. Wie sonst könn­ten sie Kran­ken oder Lei­den­den, wie es lei­der im­mer wie­der vor­kommt, vor­wer­fen: ‚Du glaubst halt nicht genug!‘

„Stark in der Schwach­heit“ wei­ter­le­sen

Wachstum bedeutet Veränderung

Pho­to by Mark Kö­nig on Unsplash

zu Phil­ip­per 1,6

Ei­ner­seits re­den wir in Kir­chen und Ge­mein­den sehr oft von Ver­än­de­run­gen, von Wachs­tum. Manch­mal brau­chen wir da­für auch den Be­griff Hei­li­gung. An­de­rer­seits tun wir uns oft doch schwer, wenn wir uns tat­säch­lich än­dern müs­sen. — Das ging mir durch den Kopf, als ich am An­fang des Phil­ip­per­brie­fes las: „Ich bin dar­in gu­ter Zu­ver­sicht, dass der in euch an­ge­fan­gen hat das gu­te Werk, der wird’s auch voll­enden bis an den Tag Chris­ti Je­su.“ „Wachs­tum be­deu­tet Ver­än­de­rung“ wei­ter­le­sen

Recht oder Liebe?

Bild­quel­le: https://alenia.ch/artikel/grosszuegigkeit-ist-trumpf/

Bi­bel­text: 1. Ko­rin­ther 13,4–7

Die Re­geln rund um die Co­ro­na-Pan­de­mie schrän­ken uns ein. Vie­le da­von blei­ben uns trotz Lo­cke­run­gen noch lan­ge er­hal­ten. Ver­samm­lun­gen, auch klei­ne, blei­ben ver­bo­ten. Wenn man je­man­dem be­geg­net, soll man auf Di­stanz blei­ben, si­cher nicht die Hän­de schüt­teln oder sich gar um den Hals fal­len. Und auch wenn wir den Sinn nach­voll­zie­hen kön­nen: Es fällt zu­neh­mend schwe­rer, sich ganz dar­an zu hal­ten. Um­so mehr är­gert es ei­nen, wenn man an­de­re be­ob­ach­tet, die sich nicht (ganz) an al­le Re­geln hal­ten. Schliess­lich: “Wenn ich schon schwe­ren Her­zens ver­zich­te, sol­len die an­de­ren das ge­fäl­ligst auch tun …!”

„Recht oder Lie­be?“ wei­ter­le­sen

GASTBEITRAG: Der Gottesdienst ist NICHT abgesagt

Bild­quel­le: https://www.evkirche-fn.de/aktuelles/nicht-alles-ist-abgesagt/

von Pfr. Ste­fan Zür­cher, Di­strikts­vor­ste­her EMK Nordwest

Bi­bel­tex­te: Rö­mer 12,1

Brü­der und Schwes­tern, bei der Barm­her­zig­keit Got­tes bit­te ich euch:
Stellt eu­er gan­zes Le­ben Gott zur Ver­fü­gung. Es soll wie ein le­ben­di­ges und hei­li­ges Op­fer sein, das ihm ge­fällt. Das wä­re für euch die ver­nünf­ti­ge Art, Gott zu dienen.

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GASTBEITRAG: Was ist eigentlich Gottesdienst?

Pho­to by Ra­chel on Unsplash

von Pfr. Ste­fan Zür­cher, Di­strikts­vor­ste­her EMK Nordwest

Bi­bel­tex­te: Rö­mer 12,1; Deu­te­ro­no­mi­um 12,12f; Psalm 146,7ff

„GASTBEITRAG: Was ist ei­gent­lich Got­tes­dienst?“ wei­ter­le­sen

Doppelter Wohnsitz

Bi­bel­text: Phil­ip­per 3,20

Wo sind Sie zu Hau­se? Ein Bünd­ner, der seit Jah­ren in der Re­gi­on Zü­rich wohnt, sag­te mir ein­mal: “Ich woh­ne hier. Aber wirk­lich zu Hau­se bin ich in Chur.” An­de­re ha­ben ganz of­fi­zi­ell zwei Wohn­sit­ze. Man trifft sie zum Bei­spiel im Zen­trum von Städ­ten. Sie sa­gen: „Ich ha­be hier nur mei­nen zwei­ten Wohn­sitz. Mein ers­ter Wohn­sitz, mei­ne Hei­mat, ist auf dem Land oder in den Ber­gen. Wäh­rend der Wo­che bin ich hier, aber am Wo­chen­en­de zieht es mich nach Hau­se. Dort le­be ich so rich­tig auf.“

„Dop­pel­ter Wohn­sitz“ wei­ter­le­sen