Immanuel — Gott mit uns

Wei­h­nacht­spredigt am 25.12.2025 in der EMK Adliswil zu Matthäus 1,18–25

Liebe Gemeinde,

wir stellen uns Wei­h­nacht­en gerne har­monisch vor: Besinnliche Ruhe; Lichter, die das Dunkel verza­ubern; wohltuend berührende Geschicht­en; herz­er­wär­mende Musik – kurz: die per­fek­te Idylle. Heile Welt. Doch die bib­lis­chen Wei­h­nachts­geschicht­en begin­nen anders. Wir haben gehört, wie Mt erzählt: Er tut es aus der Sicht Josefs. Erzählt von ein­er unge­planten Schwanger­schaft. Von einem Mann, der sich fragt, ob er sein­er Ver­lobten noch trauen kann. Die Sit­u­a­tion hat das Poten­zial, zum hand­festen Skan­dal im Dorf zu wer­den. Aber auch davon, dass dieser Mann anders reagieren kann als zu erwarten wäre. Dank Gott. Wei­h­nacht­en begin­nt also mit ein­er Krise. Marias und Josefs Leben wird plöt­zlich auf den Kopf gestellt. Josef erfährt, dass Maria schwanger ist. Er weiss genau: ‘Von mir kann dieses Kind nicht sein!’ Für ihn bricht die Welt zusam­men. Das Ver­trauen bricht: Was wer­den die Leute sagen? Wie kann ich mich je im Dorf wieder sehen lassen?

„Immanuel — Gott mit uns“ weit­er­lesen

In Erwartung

Impuls im öku­menis­chen Gottes­di­enst zum 1. Advent am 30.11.2025 im Zelt auf dem Kro­nen­wiesen­platz zu Lukas 1,26–38

Liebe Gemeinde,

wir sind im Advent angekom­men. Wir sind gewis­ser­massen in Erwartung. Wir war-ten auf Licht ins Dun­kle. Wir warten auf Wärme in der Kälte. Wir warten auf das Fest. Wir warten auf freie Tage. Wir erwarten, dass es wieder so wird, wie wir es lieben: Stim­mungsvoll. Fes­tlich. Gut.

Bib­lis­che Texte im Advent laden uns aber ein, mehr zu erwarten. Nicht nur, was wir schon ken­nen. Es kön­nte doch mehr und ganz anderes möglich wer­den. Gott ver­mag mehr, als wir zu hof­fen wagen. – MARIA hat erlebt: Gott erwartet mehr als das Übliche, das Nor­male. Darum stellte der Besuch von Gabriel für sie so ziem­lich alles auf den Kopf. – Sie war ja noch sehr jung, 12 oder vielle­icht 13jährig. Mehr nicht. Sie war ver­lobt mit Josef. Ihre Erwartun­gen waren darum: Heirat­en; ein Mann, der sie liebt; Kinder. Ein nor­males Leben eben. Sie hoffte wohl schon auch auf das Kom­men des Mes­sias. Doch sie rech­nete nicht damit, dass sie das so per­sön­lich betr­e­f­fen würde.

„In Erwartung“ weit­er­lesen

Probieren geht über Studieren

Predigt in der EMK Adliswil am 16.11.2025 zu Markus 4,3–9

Copy­right Bilder­saal EMK

Liebe Gemeinde,

zum vor­läu­fig let­zten Mal predi­ge ich heute über den ‘Segen des Auf­bruchs’ (→ Es ist die 7. Predigt seit den Som­mer­fe­rien. Falls jemand eine ver­passt hat: Von allen Predigten liegen noch Aus­drucke auf. Oder: Siehe Web­site oder Blog). Das Ziel dieser Predigten war/ist, etwas Mut zu machen für Verän­derun­gen und Schritte. Im per­sön­lichen Leben genau­so wie im Miteinan­der als Gemein­de­bezirk. Wenn die Angst etwas klein­er und dafür Ver­trauen und Mut etwas gröss­er gewor­den sind, wäre viel gewon­nen.
Viele Aspek­te vom Auf­brechen sind zur Sprache gekom­men. Hof­fentlich ist Manch­es klar­er gewor­den. Und der Glaube daran gewach­sen: Auf­brechen ist ver­heis­sungsvoll. Gottes Segen begleit­et uns und geht uns voran, wo wir Schritte tun. Nicht ‘weg­predi­gen’ lässt sich freilich, dass aufzubrechen Mut ver­langt. Es ist eine Chal­lenge. Ist mit Risiken ver­bun­den. Jed­er Auf­bruch ist ein Schritt in die Unsicher­heit. Es braucht darum Ver­trauen. Dabei tun wir wohl manche Schritte ‘con­tre-coeur’ oder gegen das Bauchge­fühl. Schliesslich ist uns oft sehr bewusst, was schief gehen kön­nte. Nur: Null-Risiko gibt es nicht. Nicht ein­mal im Glauben. Ausser­dem: Auch wer ste­hen bleibt, geht ein hohes Risiko ein: Er/sie kön­nte das Leben schlicht ver­passen. Und viele gute Erfahrun­gen mit Gott blieben ‘ungelebt’.

„Pro­bieren geht über Studieren“ weit­er­lesen

Erinnerung an die Zukunft

Predigt in der EMK Adliswil am 09.11.2025 zu Lukas 9,61f

Copy­right Miika Laak­so­nen on unsplash.com

Liebe Gemeinde,

es wird gle­ich gefährlich. Sehr gefährlich sog­ar. Das ist offen­sichtlich. Wenn sie bleibt, über­lebt sie nicht. Nichts wie weg also! Nur: Hier hat sie sich ihr Leben aufge­baut und ein­gerichtet. Sie will nicht weg! Will ihre Fre­undin­nen nicht zurück­lassen. Sie will eigentlich bleiben. Und muss doch gehen! Das zer­reisst sie. Immer wieder schaut sie zurück. Wird langsamer und bleibt steck­en. Alles wird block­iert. Schliesslich erstar­rt sie zur Salzsäule. Das ist die Geschichte von Lots Frau (vgl. Gen 19,26)

Einige Jahrhun­derte später: Die Israeliten sind dem Pharao entkom­men. Sie sind aus der Ver­sklavung geflo­hen. Jet­zt auf dem Weg ins gelobte Land. Irgend­wo im nir­gend­wo. Sie schlep­pen sich durch die Wüste. Sie sind hun­grig. Müde. Ver­schwitzt. Sie sind zwar frei, aber zu welchem Preis? Die Erin­nerung erscheint in neuem Licht: War es wirk­lich so schlimm? Natür­lich hat­ten sie hart gear­beit­et. Doch wer nicht auf­muck­te, kon­nte sich arrang­ieren. Sich am Abend ein nahrhaftes Essen gön­nen. Und dann ins Bett sinken. Es war doch gar nicht so schlecht. Damals in Ägypten.
Warum nur hat­ten sie auf Mose gehört? Zu träu­men begonnen von einem Land, in dem ange­blich Milch und Honig fliessen. Das war doch bloss ein PR-Gag. Von der Wüste, die sie auf dem Weg dahin durch­queren mussten, war dage­gen nie die Rede. Auch nicht von der Hitze, vom Hunger, vom Muskelkater. – Es reicht jet­zt! Frei­heit ist doch über­be­w­ertet! Die Israeliten wollen zurück an die Fleis­chtöpfe Ägyptens (Ex 16,2f). Sie mur­ren! Und han­deln sich einen 40jährigen Umweg ein…

„Erin­nerung an die Zukun­ft“ weit­er­lesen

Vertraut den neuen Wegen

Predigt in der EMK Adliswil am 02.11.2025, diverse bib­lis­che Bezüge, u.a. Matthäus 18,1–3

Liebe Gemeinde,

es braucht Ver­trauen, um aufzubrechen. Ohne Ver­trauen bleibt man ste­hen. Oder macht sog­ar Rückschritte. Wenn Sor­gen und Angst gewin­nen, ist der Rück­zug wahrschein­lich. Wenn dage­gen Ver­trauen den Ton angibt, kann zum Auf­bruch geblasen wer­den. – Was nährt solch­es Ver­trauen? Bib­lis­che Bilder kön­nen helfen: Zum Beispiel die WOLKEN- BZW. FEUERSÄULE, die den Israeliten in der Wüste vor­ange­ht. Darin wird anschaulich, was wir ger­ade gesun­gen haben: Gott geht nicht nur mit, son­dern voraus auf unseren Wegen. Wir sind nicht allein oder ori­en­tierungs­los. Son­dern geführt, begleit­et, geleit­et und wenn nötig, getra­gen. Gott ist da. Darum kön­nen wir den Wegen ver­trauen, auf die er uns weist. Sog­ar wenn sie ganz neu und anders sein sollten.

Ein anderes solch­es Bild aus der Bibel ist der REGENBOGEN. Kür­zlich war ich vor einem Gespräch, dem ich mit etwas Zagen und Zit­tern ent­ge­gen­sah, noch eine kurze Runde spazieren. Auf der Wacht­brücke sah ich einen Regen­bo­gen, der in der Sihl stand. Gottes Bun­desze­ichen. «Solange die Erde beste­ht, gilt mein Bund!» Mir hat das gut getan und Mut gemacht. So fiel es leichter, dem Weg in das Gespräch zu trauen… Das Gespräch übri­gens war her­aus­fordernd, im Rück­blick gese­hen aber auch sehr gut.

„Ver­traut den neuen Wegen“ weit­er­lesen

Auf dein Wort, Herr!

Predigt zu Lukas 5,5b in der EMK Adliswil am 26.10.2025

Copy­right by Get­ty Images on Unsplash.com

Liebe Gemeinde,

Petrus erzählt: «Ich werde es nie vergessen! Es ist Jahrzehnte her und fühlt sich doch an, als wäre es erst gestern gewe­sen: Wir waren die ganze Nacht draussen auf dem See Genezareth. Es war ruhig. Kaum Wind. Das Wass­er still. So ruhig, dass sich sog­ar die Sterne darin spiegel­ten …. Es war zu ruhig. Wir sahen näm­lich nicht einen einzi­gen Fisch. Mal um Mal holten wir die Net­ze ein. Doch sie waren immer leer. Als der Mor­gen däm­merte, waren wir fix und fer­tig. Müde. Ent­täuscht. Leer. – Wovon soll ein Fis­ch­er leben, wenn er nichts fängt?
Schliesslich fuhren wir zurück ans Ufer. Dort staunten wir nicht schlecht. Es herrschte emsiger Betrieb. So früh am Mor­gen. Unzäh­lige Men­schen. Und mit­ten­drin Jesus von Nazareth, der zu ihnen redete. Ich hat­te natür­lich schon von ihm gehört. Dass er ein fan­tastis­ch­er Red­ner sei. Dass in seinen Worten Gott nahe komme. Und dass Men­schen durch ihn gesund wür­den. – Von nahem hat­te ich ihn aber noch gese­hen. Jet­zt kam er auf mich zu. Er bat mich, von meinem Boot aus zu den Leuten sprechen zu kön­nen. Eigentlich wollte ich nur noch ins Bett. Aber er hat­te etwas an sich, das mich pack­te. Also liess ich ihn ein­steigen und rud­erte ein paar Meter vom Ufer weg. – Dann redete er zu den Men­schen. Ich sass neben ihm und hörte zu. Seine Worte waren ruhig, klar und voller Kraft. Sie macht­en etwas mit mir. Es kam mir vor, als würde er nur zu mir sprechen.
Als er fer­tig war, drehte er sich um und sagte zu mir: ‘Fahr hin­aus auf den See und wirf die Net­ze aus!’ Das war total ver­rückt! Er wollte mir sagen, wie man fis­cht!? Mir, Simon, der seit vie­len Jahren Fis­ch­er war. Ich erk­lärte ihm also, dass wir schon die ganze Nacht draussen waren und nichts gefan­gen hät­ten. Nach ein­er kurzen Pause hörte ich mich dann zu meinem eige­nen Erstaunen sagen: ‘Auf dein Wort hin will ich die Net­ze auswerfen!’»

„Auf dein Wort, Herr!“ weit­er­lesen

Verwurzelt. Wie im Himmel, so …

Predigt zu Lukas 10,25–37 in der EMK Adliswil am Son­ntag 29.06.2025; Kurz­fas­sung der Predigt von Bischof Ste­fan Zürcher am 22.06.25 an der JK in Langenthal

Copy­right: Samuel Pérez on unsplash.com

Liebe Gemeinde,

„Ver­wurzelt. Wie im Him­mel, so…“ lautete das Mot­to der JK. – Das Bild fordert unsere Vorstel­lungskraft her­aus. Wurzeln gehen nor­maler­weise nach unten, in den Boden. Doch für Glaubende wird ger­ade der Him­mel zum Wurzel­grund und Nährbo­den. Da find­et der Glaube Halt. Vom Him­mel her wird er genährt. Wenn das Leben der Kirche im Him­mel ver­wurzelt ist, kann es auf­blühen und Frucht bringen.

Was steckt hin­ter dem Bild vom himm­lis­chen Wurzel­grund und Nährbo­den? Im DV-Bericht war zu lesen von der «Ver­wurzelung in ein­er alles über­strö­menden, göt­tlichen Liebe», aus der «eine unge­heure Kraft» her­vorge­ht. Sie ist der himm­lis­che Wurzel­grund und Nährbo­den, Gottes Liebe zu uns und zu all seinen Geschöpfen! Das Mot­to «Ver­wurzelt. Wie im Him­mel, so…» ist vom Unser Vater inspiri­ert. Wir beten immer wieder: «Dein Wille geschehe, wie im Him­mel so auf Erden». Das heisst: Him­mel und Erde lassen sich nicht tren­nen. Die göt­tliche Liebe als himm­lis­ch­er Wurzel­grund und Nährbo­den durch­dringt die Erde. Sie ist in dieser Welt lebendig und schöpferisch am Werk, um uns, in uns und auch durch uns, durch die Kirche. Dazu sind wir näm­lich berufen: Uns von Gottes Liebe durch­drin­gen zu lassen. Uns von ihr ver­wan­deln und prä­gen zu lassen. So Gott und unsere Mit­geschöpfe zu lieben. – Wie das gelin­gen kann, zeigt Jesu Geschichte vom barmherzi­gen Samarit­er, die wir in der Schriftle­sung schon gehört haben.

„Ver­wurzelt. Wie im Him­mel, so …“ weit­er­lesen

MISSION: Zeug:innen Christi sein

Predigt zu Matthäus 28,18–20 in der EMK Adliswil am Son­ntag 15.06.2025

Fest der Kul­turen in Adliswil

Liebe Gemeinde,

schon am Kar­fre­itag und dann wieder an Him­melfahrt standen die Zeichen auf Abschied: Es war vor­bei! Zunächst das Zusam­men­leben mit Jesus, wie es die Jünger:innen drei Jahre lang genossen hat­ten. Und dann die kurze Phase, in der sich der Aufer­standene wieder zeigte. Es war vor­bei! Es galt loszu­lassen. Abschied zu nehmen. Und doch prägt schon Him­melfahrt, und dann erst recht Pfin­g­sten, ein neuer Auf­bruch. Die Stim­mung war nicht dominiert vom Abschiedss­chmerz. Son­dern es beflügelt das Gefühl: „Jet­zt geht es los!“ Wie war das möglich? Wie wurde aus einem Abschied ein neuer Anfang? Woher kam das Ver­trauen in die Zukun­ft, wo doch etwas aufhörte, was sehr gut war? – Es lohnt sich, die bib­lis­chen Texte mit dieser Fragestel­lung anzuschauen. Dabei kön­nen wir für uns heute ler­nen. Wir sind als Gemeinde/Bezirk im Umbruch. Unsere Erin­nerung ist geprägt von vie­len tollen Erfahrun­gen. Doch die sind weit weg, während grosse Her­aus­forderun­gen und viele Fra­gen uns bedrän­gen. Die Zukun­ft scheint ungewiss. Da kön­nten Abschiedss­chmerz, Nos­tal­gie und Res­ig­na­tion die Dik­tatur übernehmen. Doch das muss nicht sein. Es ist möglich, in der Kraft des Geistes neu aufzubrechen.

„MISSION: Zeug:innen Christi sein“ weit­er­lesen

Loslassen

Predigt zu Markus 10,17–27 in der EMK Adliswil am 04.05.2025

Copy­right: Get­ty Images on unsplash.com

Liebe Gemeinde,

„Nehmt mein Joch auf Euch!“, sagt Jesus. „denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht!“ (vgl. Gruss­wort). Das klingt gut, ver­lock­end! Aber …? Wir alle sind auch schon auf Werbeslo­gans hereinge­fall­en. Und Jesu Wort klingt in unseren Ohren irgend­wie schon nach Wer­bung. Kann das stim­men? Eine Last, die leicht ist und die man gerne trägt? Wie gross ist die Belas­tung wirk­lich?
Ich erlebe, dass Leben und Glauben beileibe nicht immer ‚leicht‘ gehen: Worauf man als Christ:in alles acht­en sollte. Die schrä­gen Blicke von Mit­men­schen, wenn man ihnen vom Engage­ment in der Kirche erzählt. Schick­salss­chläge, vor denen Glaubende nicht gefeit sind. Und die Energie, die es dann braucht, am Ver­trauen und an ver­heis­sungsvollen bib­lis­chen Zusagen festzuhal­ten… Engagiert und überzeugt mit Chris­tus zu leben, braucht dur­chaus Energie. Es kann zur Last wer­den, zur schw­eren Last. Dabei hätte ich doch schon mehr als genug damit zu tun, den gewöhn­lichen All­t­ag zu organ­isieren und sin­nvoll zu gestal­ten. Dann noch die Erwartun­gen der Mitchrist:innen. Und nie hat es in der Kirche mehr als ‚knapp genug‘ Mitarbeiter:innen.

„Loslassen“ weit­er­lesen

INRI — König der Juden

Predigt zu Johannes 19,16–30 in der EMK Adliswil am Kar­fre­itag 18.04.2025

Liebe Gemeinde,

als Schriftle­sung haben wir gehört, wie das Jh-Ev die Geschichte des Kar­fre­itags erzählt. Es set­zt dabei im Ver­gle­ich mit den anderen Evan­gelien ganz eigene Akzente. Vielle­icht fällt das so beim Zuhören gar nicht auf. Wenn man die Berichte von Jh und die anderen drei nebeneinan­der hält, ist es aber offen­sichtlich: Jh erzählt pos­i­tiv­er, hoff­nungsvoller. Er hat sich entsch­ieden, seinen Bericht ganz vom Sieg an Ostern her zu gestal­ten. Dage­gen erzählen Mt, Mk und Lk, als wüssten sie noch nicht um das ‚Hap­py End‘. Ihre Berichte sind geprägt vom Lei­den Christi (und der Jünger:innen) im Moment des Geschehens.- Ich ver­suche heute in der Predigt den Ton des Jh-Ev aufzunehmen.

Über dem Gekreuzigten liess Pila­tus eine Tafel anbrin­gen. Wie auch Mt erwäh­nt, stand darauf: ‘Jesus von Nazareth, der König der Juden’. Auf Lateinisch heisst das: ‚Iesus Nazarenus Rex Iudae­o­rum‘. Die Anfangs­buch­staben dieser Worte ergeben das INRI, das auf vie­len Pas­sions­bildern zu sehen ist. Das war also die Begrün­dung, weshalb Jesus am Kreuz hing. Weil er ‘der König der Juden’ war.

„INRI — König der Juden“ weit­er­lesen