Perlen aus der Bibel

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zu Matthäus 13,44-46

Mit dem Doppelgleichnis vom Schatz im Acker und von der Perle veranschaulicht Jesus, welchen Wert das Himmelreich (man kann auch vom Reich Gottes oder vom Glauben reden) für einen Menschen haben kann. Er ordnet ihm dann alles andere unter. Aber das tut er nicht aus Pflichtgefühl, nicht aus Tradition, nicht aus Gründen der Logik, sondern aus Begeisterung. „Perlen aus der Bibel“ weiterlesen

Gemeinde: Herausforderung? Überforderung? Geheimnis? Wunder!

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zu Markus 6,30-44

Die Speisung der 5000 veran­schauliche das Wunder der Ge­meinde. Diese Überzeugung ver­treten die beiden deutschen Pfar­rer und Theologen Klaus Douglass und Fabian Vogt in ihrem Buch ‚Expedition zum Anfang‘. Dieses Wunder lasse sich so um­schrei­ben: Christen nehmen um sich herum (körperlich, seelisch oder geistlich) hungrige Menschen wahr. Sie lassen sich von dieser Not betreffen und sichten die Ressourcen, mit denen sie helfen könnten. Diese stellen sie vertrauensvoll Gott zur Verfügung und lassen sich von ihm beauftragen: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ Und dann fangen sie an zu verteilen und staunen, wie viele Menschen trotz äusserst begrenzter Ressourcen satt werden. „Gemeinde: Herausforderung? Überforderung? Geheimnis? Wunder!“ weiterlesen

Brief an einen Zweifler

Bildquelle: http://photoheuristic.info/2016/12/27/optische-taeuschung, (aufgerufen am 12.04.2018; 08:45)

zu Johannes 20,24-29

Lieber Thomas,

für viele bist Du nur ‚der Zweifler‘. Sie be­lächeln dich, weil es Dir nicht gereicht hat, von anderen zu hören, dass Jesus auferstanden ist. Ich finde, damit wird man Dir nicht gerecht. Und ich begreife gut: Du wolltest es selbst sehen, wolltest Beweise.

Mich beeindruckt, dass Du zu Deinen Zwei­feln gestanden bist. Sie sind in mei­nen Augen keine Schwäche, sondern Ausdruck von Gründlichkeit und ein Zei­chen für die Hartnäckigkeit Deiner Suche nach der Wahrheit. „Brief an einen Zweifler“ weiterlesen

Sich selbst vergessen?

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Zu Matthäus 6,33, Matthäus 10,39Matthäus 16,24

In seiner Formulierung des Liebesgebots spricht Jesus vom Gleichgewicht zwi­schen der Liebe zu den Mitmenschen und der Liebe zu sich selbst (vgl. Mk 12,31). Ich soll mich selbst nicht lieber haben als die Menschen um mich herum. Schon das fordert mich oft ganz schön he­raus. Wenn dann Jesus aber so­gar von Selbstverleugnung redet oder davon, dass ich mich selber vergessen und nur an die Förderung des Rei­ches Gottes denken soll, fühle ich mich schlicht überfordert. Die Angst, ich selbst könnte dabei zu kurz kommen, greift nach meinem Herz.

„Sich selbst vergessen?“ weiterlesen

Starker Glaube oder Glaube an einen starken Gott?

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zu Markus 9,14-29

Mein Glaube ist offensichtlich nicht so stark. In der Geschichte von der Hei­lung eines epileptischen Knaben steht nämlich der Satz: „Wer glaubt, kann alles!“ (Mk 9,23). Und ein anderes Mal hat Jesus gesagt, dass ein Glaube von der Grösse eines Senfkorns ausreiche, um einen Berg zu versetzen (vgl. Mt 17,20). Ich aber habe erstens noch nie einen Berg versetzt und bin zweitens weit davon entfernt, meinem Glauben alles zuzutrauen. Mein Glaube ist oft schwach und immer wieder mit Zweifeln vermischt. – Ist das ein Problem? Oder spielt die Stärke meines Glaubens – wenn sie denn messbar wäre – vielleicht gar keine Rolle? „Starker Glaube oder Glaube an einen starken Gott?“ weiterlesen

Mit Stress umgehen

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zu Matthäus 6,25-34, 1. Könige 17,10-16 

Sehr viele Leute leiden mehr oder weniger unter Stress. Dafür gibt es viele Ursachen: Termindruck, Lärm, Konflikte am Arbeitsplatz oder in der Familie, Hektik, hohe Erwartungen  …. Manche dieser Dinge lassen sich minimieren, aber nicht alle. Es gibt Stressfaktoren, die sind einfach da. Und die Frage ist dann: Wie kann ich damit umgehen, ohne mich davon stressen zu lassen?  „Mit Stress umgehen“ weiterlesen

Von selbst

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zu Markus 4,26-28

Gegen das Grundgefühl unserer geschäftigen Zeit lädt das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat zu viel Gelassenheit ein. Schliesslich wach­se «von selbst» (im Griechischen steht das Wort «automatisch»), was es einmal zu ernten gebe. „Von selbst“ weiterlesen

Vertrauen in stürmischen Zeiten

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zu Markus 4,35-41

Im Blick auf das Wetter hat das neue Jahr stürmisch begonnen. Politisch und gesellschaftlich haben wir wohl auch schon ruhi­gere Zeiten erlebt. Und selbst im persönli­chen Erleben mag sich Vieles wie ein Sturm anfühlen: Schicksals­schlä­ge, Beziehungs­probleme, Stress … und manchmal schon nur die Befürchtung, dass etwas Schwieriges auf uns wartet. –  In all diesen Zusammenhängen spricht mich die Geschichte, wie Jesus einem Sturm Einhalt gebot, an. Sie hilft mir, in stür­mischen Momenten Ruhe zu bewahren und zu vertrauen. „Vertrauen in stürmischen Zeiten“ weiterlesen

Entdecke den Zacharias in Dir!

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«Und Zacharias sagte zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? Ich selbst bin ja alt, und meine Frau ist schon betagt.» (Lukas 1, 18)

In dieser Passage fordert Zacharias Gründe oder Beweise dafür, dass die Frohe Botschaft, die ihm der Erzengel Gabriel gerade übermittelt hat, stimmt. Die Frohe Botschaft besteht für ihn darin, dass seine Frau Elisabeth endlich einen Sohn haben wird. Diese Forderung von Zacharias ist deshalb absurd, weil man sich kaum ein grösseres Zeichen vorstellen könnte als dasjenige, das er gerade erhalten hat: Der Engel Gabriel höchstpersönlich hat ihm die Botschaft überbracht. Aber ich glaube, in uns allen steckt ein kleiner Zacharias – Zeit, ihn zu entdecken!

„Entdecke den Zacharias in Dir!“ weiterlesen