Gott ist die Liebe

Bibel­text: 1.Johannes 4,16

‚Gott ist die Liebe!‘ Wie oft haben wir das in der Son­ntagschule gesun­gen. Viele Stro­phen lang. Und im Refrain immer wieder: ‚Drum sag ich‘s noch ein­mal: Gott ist die Liebe!‘ Und noch ein­mal … Der 1.Johannesbrief vari­iert diese Grun­daus­sage des christlichen Glaubens in Kapi­tel 4, Vers 16, so: „Wir jeden­falls haben erkan­nt und hal­ten im Glauben daran fest, dass Gott uns liebt. Gott ist Liebe. Wer in der Liebe lebt, lebt in Gott und Gott lebt in ihm.“

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Trauer verwandeln

Bibel­text: Johannes 16,20

In den Abschied­sre­den nach Johannes ver­sucht Jesus seine Jün­gerin­nen und Jünger vorzu­bere­it­en: Auf das Unvorstell­bare, das in seinem Weg in den Tod geschehen wird. Auf Angst. Auf Trauer. Auf Verzwei­flung. Es sind Reden voller Warn­hin­weise. So zum Beispiel jen­er in Johannes 16,20: „Amen, ich ver­sichere euch: Ihr werdet jam­mern und weinen, und die Welt wird sich freuen. Ihr werdet trau­rig sein; doch ich sage euch: Eure Trauer wird sich in Freude verwandeln.“

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Kontrolle abgeben

Bibel­text: Josua 1,9

Ich bin ein Angsthase! Ver­mut­lich sieht man mir das nicht an. Ich gebe und füh­le mich oft sou­verän, gelassen, zuver­sichtlich. Ich füh­le die Angst sel­ten. Aber das hat nicht damit zu tun, dass ich so mutig wäre. Son­dern es liegt daran, dass ich Sit­u­a­tio­nen, in denen ich Angst fühlen kön­nte, in denen ich an Gren­zen kom­men kön­nte, sorgfältig mei­de. Durch detail­lierte Pla­nung lange im Voraus. Indem ich darauf achte, nicht zu hohe Erwartun­gen zu weck­en. Ver­mei­dungstak­tik­er wie ich kön­nen sehr kreativ sein, wenn es darum geht, vorzu­gaukeln, dass man furcht­los sei. Wenn einem dann aber ein­mal das Heft aus der Hand rutscht und die Kon­trolle ver­loren geht, dann ist die Angst da. Und wie! Ich bin dann wie gelähmt. Ver­suche mir Ver­trauen und Glauben einzure­den. Doch das kommt im Herzen nicht an.

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Zur Ruhe kommen

Bibel­text: 1. Könige 8,56

König Salo­mo wei­ht den Tem­pel in Jerusalem ein. Viele Gen­er­a­tio­nen lang haben die Israeliten darauf gewartet. Die Ein­wei­hung ist eine grossar­tige Feier. Alles wird aufge­boten, was möglich ist. Es wer­den Reden gehal­ten. Sym­bol­is­che Hand­lun­gen vol­l­zo­gen. Gebete gesprochen. Man kann nicht hoch genug ein­schätzen, wieviel dieser Moment dem Volk Israel damals bedeutet hat. Der Bericht darüber bezeugt das; es gibt darin viele bedeu­tungss­chwere For­mulierun­gen. Vers 56 in 1.Könige 8 spricht mich an. König Salo­mo betet: „Gepriesen sei der Herr! Denn er hat seinem Volk Israel Ruhe geschenkt, wie er es ver­sprochen hat. Wort für Wort hat sich erfüllt, was er durch seinen Knecht Mose ver­heißen hat.“

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Was zählt?

Bibel­text: Römer 14,17

Worüber haben Chris­ten nicht schon gestrit­ten im Laufe der Zeit! Seit der Ref­or­ma­tion gibt es zum Beispiel den Stre­it um die Gültigkeit der Kinder­taufe. In der Grün­derzeit der methodis­tis­chen Kirche, gab es Auseinan­der­set­zun­gen darüber, ob ein ausser­halb ein­er Kirche im Freien abge­hal­tener Gottes­di­enst gültig sei oder nicht. Es gab Kon­flik­te um die Rolle der Frauen in der Kirche oder die Teil­nahme von Kindern am Abendmahl., Auch die Frage nach dem einem Gottes­di­enst angemesse­nen Musik­stil oder das The­ma der Kirchen­struk­tur kön­nen Chris­ten gegeneinan­der auf­brin­gen. Und es gibt noch viel, viel mehr davon.

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Stark in der Schwachheit

zu 2. Korinther 4,8–9

Je stärk­er dein Glaube an Chris­tus, desto bess­er geht es dir. Wie gerne hät­ten wir, dass das wahr wäre. Im Stillen neigen manche Chris­ten dazu, das tat­säch­lich zu glauben. Wie son­st kön­nten sie Kranken oder Lei­den­den, wie es lei­der immer wieder vorkommt, vor­w­er­fen: ‚Du glaub­st halt nicht genug!‘

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Denk an mich

zu Psalm 106,4

Im Auto meines Onkels hing, einge­fasst in einen led­er­nen Rah­men, vorne gle­ich neben dem Steuer­rad ein Bild sein­er Frau. Auf dem Rah­men kon­nte man lesen: „Denk an mich – fahre vor­sichtig!“ Ich weiss nicht, ob das nötig war, damit er einen anständi­gen und sicheren Fahrstil pflegte. Ver­mut­lich hätte er das ohne­hin getan. Aber die Erin­nerung, dass sie auf ihn wartete und das Ver­sprechen, das er ihr wohl gegeben hat­te, waren ihm eine zusät­zliche Moti­va­tion. Er wollte das gute Leben miteinan­der nicht aufs Spiel set­zen. Mir kleinem Jun­gen, der in den Ferien manch­mal mit ihm im Auto unter­wegs war, hat sich dieses Bild fest eingeprägt.

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Wachstum bedeutet Veränderung

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zu Philip­per 1,6

Ein­er­seits reden wir in Kirchen und Gemein­den sehr oft von Verän­derun­gen, von Wach­s­tum. Manch­mal brauchen wir dafür auch den Begriff Heili­gung. Ander­er­seits tun wir uns oft doch schw­er, wenn wir uns tat­säch­lich ändern müssen. — Das ging mir durch den Kopf, als ich am Anfang des Philip­per­briefes las: „Ich bin darin guter Zuver­sicht, dass der in euch ange­fan­gen hat das gute Werk, der wird’s auch vol­len­den bis an den Tag Christi Jesu.“ „Wach­s­tum bedeutet Verän­derung“ weit­er­lesen

Begegnung mit Gott

Pho­to by Joshua Ness on Unsplash

zu Johannes 1,17

Das erste Kapi­tel des Johannes-Evan­geli­ums ist ein ganz beson­der­er Text. Mich fasziniert daran ein­er­seits sein Bemühen, die gute Nachricht von Jesus in der Sprache der dama­li­gen Philoso­phie zu for­mulieren. Ander­er­seits bringt dieses Gedicht präzise auf den Punkt, was sich im Neuen Tes­ta­ment gegenüber früher geän­dert hat. Zusam­menge­fasst klingt das in der Lutherüber­set­zung in Vers 17 so: «Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Chris­tus geworden.»

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Heilig?

zu Johannes 2,13–17

Obwohl der Begriff darin gar nicht vorkommt, lässt mich der Bericht des Johan­ne­se­van­geli­ums von der soge­nan­nten Tempelrei­nigung über das Wort “heilig” nach­denken:  Was ist mir heilig? Wie ver­halte ich mich im Blick auf mir heilige Dinge? Bedro­ht Unheiliges Heiliges? Oder ist es vielle­icht eher umgekehrt? „Heilig?“ weit­er­lesen