Stark in der Schwachheit

zu 2. Ko­rin­ther 4,8–9

Je stär­ker dein Glau­be an Chris­tus, des­to bes­ser geht es dir. Wie ger­ne hät­ten wir, dass das wahr wä­re. Im Stil­len nei­gen man­che Chris­ten da­zu, das tat­säch­lich zu glau­ben. Wie sonst könn­ten sie Kran­ken oder Lei­den­den, wie es lei­der im­mer wie­der vor­kommt, vor­wer­fen: ‚Du glaubst halt nicht ge­nug!‘

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Denk an mich

zu Psalm 106,4

Im Au­to mei­nes On­kels hing, ein­ge­fasst in ei­nen le­der­nen Rah­men, vor­ne gleich ne­ben dem Steu­er­rad ein Bild sei­ner Frau. Auf dem Rah­men konn­te man le­sen: „Denk an mich – fah­re vor­sich­tig!“ Ich weiss nicht, ob das nö­tig war, da­mit er ei­nen an­stän­di­gen und si­che­ren Fahr­stil pfleg­te. Ver­mut­lich hät­te er das oh­ne­hin ge­tan. Aber die Er­in­ne­rung, dass sie auf ihn war­te­te und das Ver­spre­chen, das er ihr wohl ge­ge­ben hat­te, wa­ren ihm ei­ne zu­sätz­li­che Mo­ti­va­ti­on. Er woll­te das gu­te Le­ben mit­ein­an­der nicht aufs Spiel set­zen. Mir klei­nem Jun­gen, der in den Fe­ri­en manch­mal mit ihm im Au­to un­ter­wegs war, hat sich die­ses Bild fest ein­ge­prägt.

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Wachstum bedeutet Veränderung

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zu Phil­ip­per 1,6

Ei­ner­seits re­den wir in Kir­chen und Ge­mein­den sehr oft von Ver­än­de­run­gen, von Wachs­tum. Manch­mal brau­chen wir da­für auch den Be­griff Hei­li­gung. An­de­rer­seits tun wir uns oft doch schwer, wenn wir uns tat­säch­lich än­dern müs­sen. — Das ging mir durch den Kopf, als ich am An­fang des Phil­ip­per­brie­fes las: „Ich bin dar­in gu­ter Zu­ver­sicht, dass der in euch an­ge­fan­gen hat das gu­te Werk, der wird’s auch voll­enden bis an den Tag Chris­ti Je­su.“ „Wachs­tum be­deu­tet Ver­än­de­rung“ wei­ter­le­sen

Begegnung mit Gott

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zu Jo­han­nes 1,17

Das ers­te Ka­pi­tel des Jo­han­nes-Evan­ge­li­ums ist ein ganz be­son­de­rer Text. Mich fas­zi­niert dar­an ei­ner­seits sein Be­mü­hen, die gu­te Nach­richt von Je­sus in der Spra­che der da­ma­li­gen Phi­lo­so­phie zu for­mu­lie­ren. An­de­rer­seits bringt die­ses Ge­dicht prä­zi­se auf den Punkt, was sich im Neu­en Tes­ta­ment ge­gen­über frü­her ge­än­dert hat. Zu­sam­men­ge­fasst klingt das in der Lu­ther­über­set­zung in Vers 17 so: «Denn das Ge­setz ist durch Mo­se ge­ge­ben; die Gna­de und Wahr­heit ist durch Je­sus Chris­tus ge­wor­den.»

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Heilig?

zu Jo­han­nes 2,13–17

Ob­wohl der Be­griff dar­in gar nicht vor­kommt, lässt mich der Be­richt des Jo­han­nes­evan­ge­li­ums von der so­ge­nann­ten Tempelrei­nigung über das Wort “hei­lig” nach­den­ken:  Was ist mir hei­lig? Wie ver­hal­te ich mich im Blick auf mir hei­li­ge Din­ge? Be­droht Un­hei­li­ges Hei­li­ges? Oder ist es viel­leicht eher um­ge­kehrt? „Hei­lig?“ wei­ter­le­sen

Doppelter Wohnsitz

Bi­bel­text: Phil­ip­per 3,20

Wo sind Sie zu Hau­se? Ein Bünd­ner, der seit Jah­ren in der Re­gi­on Zü­rich wohnt, sag­te mir ein­mal: “Ich woh­ne hier. Aber wirk­lich zu Hau­se bin ich in Chur.” An­de­re ha­ben ganz of­fi­zi­ell zwei Wohn­sit­ze. Man trifft sie zum Bei­spiel im Zen­trum von Städ­ten. Sie sa­gen: „Ich ha­be hier nur mei­nen zwei­ten Wohn­sitz. Mein ers­ter Wohn­sitz, mei­ne Hei­mat, ist auf dem Land oder in den Ber­gen. Wäh­rend der Wo­che bin ich hier, aber am Wo­chen­en­de zieht es mich nach Hau­se. Dort le­be ich so rich­tig auf.“

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Für wen lebe ich?

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Bi­bel­text: Rö­mer 14,7–8

‘Dank’ Co­ro­na be­kom­men wir in die­sen Wo­chen vor­ge­führt, wie sehr wir da­zu nei­gen, die Be­dürf­nis­se des In­di­vi­du­ums zu Las­ten der Ge­mein­schaft zu be­to­nen. Dar­um fällt es uns al­les an­de­re als leicht, zu Guns­ten der Ge­mein­schaft auf in­di­vi­du­el­le Frei­hei­ten zu ver­zich­ten. Wir sind schon ziem­lich selbst­ver­liebt. Wie oft wird zum aus­schlag­ge­ben­den Argument:„Hauptsache, es stimmt für mich!“, ganz un­ab­hän­gig da­von, was ge­ra­de zur De­bat­te steht! — Na­tür­lich ist das nicht nur schlecht. Es gab Zei­ten, in de­nen die Be­dürf­nis­se der ein­zel­nen Men­schen zu we­nig be­ach­tet wur­den und vie­le un­ter die Rä­der ka­men. Aber zur Zeit schlägt das Pen­del wohl eher auf die an­de­re Sei­te aus. — Da klingt dann doch ziem­lich fremt, was Pau­lus in Rö­mer 14,7–8 schreibt: „Denn un­ser kei­ner lebt sich sel­ber, und kei­ner stirbt sich sel­ber. Le­ben wir, so le­ben wir dem Herrn; ster­ben wir, so ster­ben wir dem Herrn. Dar­um: wir le­ben oder ster­ben, so sind wir des Herrn.“

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Lebendige Hoffnung

Bi­bel­text: 1.Petrus 1,3

„Ge­lobt sei Gott, der Va­ter un­se­res Herrn Je­sus Chris­tus, der uns nach sei­ner gros­sen Barm­her­zig­keit wie­der­ge­bo­ren hat zu ei­ner le­ben­di­gen Hoff­nung durch die Auf­er­ste­hung Je­su Chris­ti von den To­ten.“ – Ein Un­ge­tüm von ei­nem Satz am An­fang des 1. Pe­trus­brie­fes. Mich fas­zi­niert dar­an im­mer wie­der das Stich­wort ‘le­ben­di­ge Hoff­nung’. — Wie steht es um un­se­re Hoff­nung?

„Le­ben­di­ge Hoff­nung“ wei­ter­le­sen

Gott ist Licht

Bi­bel­tex­te: 1. Jo­han­nes 1,5; 1. Jo­han­nes 4,7f

Man­che Ver­se klin­gen je nach Bi­bel­über­set­zung sehr un­ter­schied­lich. An-de­re sind über­all fast wört­lich gleich über­setzt. Zu Letz­te­ren ge­hört 1.Jo-hannes 1,5, der in Hoff­nung für al­le lau­tet: „Das ist die Bot­schaft, die wir von Chris­tus ge­hört ha­ben und die wir euch wei­ter­sa­gen: Gott ist Licht. In ihm gibt es kei­ne Fins­ter­nis.“ Dem­nach lässt sich die Gu­te Nach­richt von Je­sus in drei Wor­ten zu­sam­men­fas­sen: „Gott ist Licht!“

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Gottes Gnade geht voran

Bi­bel­text: Phil­ip­per 1,6

Der Phil­ip­per­brief ist wohl die per­sön­lichs­te Schrift des Apos­tels Pau­lus. Er schrieb den Brief aus dem Ge­fäng­nis. Den­noch ist der Grund­ton aus­ge­spro-chen po­si­tiv und herz­lich. Am An­fang ist ein Ge­bet für Pau­lus’ Glau­bens­ge-schwis­ter in Phil­ip­pi for­mu­liert: Der Apos­tel ist sehr dank­bar für die Ge-mein­de und ih­re Freund­schaft. Und er ist aus­ge­spro­chen zu­ver­sicht­lich im Blick auf ih­ren Glau­ben und ih­re Treue. Er schreibt in Phil 1,6 (Lu­ther-Über­set­zung): „Ich bin dar­in gu­ter Zu­ver­sicht, dass, der in euch an­ge­fan­gen hat das gu­te Werk, der wird’s auch voll­enden bis an den Tag Je­su Chris­ti.“

„Got­tes Gna­de geht vor­an“ wei­ter­le­sen