GASTBEITRAG: Corona — Leben im Wohlfühl-Ghetto

von Max Hu­ber, EMK-Pfar­rer im Ru­he­stand

Co­ro­na und sein le­bens­be­dro­hen­der, töd­li­cher Vi­rus hat un­se­ren All­tag in we­ni­gen Ta­gen to­tal auf den Kopf ge­stellt. Das Le­ben auf nie vor­stell­ba­rer „Spar­flam­me“ hat nicht nur fra­gen­de Au­gen, Hek­tik und Ängs­te, son­dern auch ei­ne gros­se und über­ra­schen­de So­li­da­ri­tät aus­ge­löst.

Ich bin über­zeugt, dass der gros­se Schöp­fer al­len Le­bens noch nicht fer­tig ist mit uns!!! So hat er uns, mit­ten in der Pas­si­ons-Zeit, die­se Not-Brem­se un­ge­fragt ver­ord­net, um un­se­re ho­hen An­sprü­che von Hal­lo: “Ich will al­les, ich will mehr und ich will es so­fort” end­lich zu über­den­ken und her­un­ter zu schrau­ben.

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Homeoffice — Tipps aus meiner Erfahrung

In die­ser Wo­che sind vie­le dar­an, ih­re Ar­beit auf Ho­me­of­fice um­zu­stel­len. Ich muss da nichts um­stel­len. Wäh­rend mei­nes bis­he­ri­gen Ar­beits­le­bens ha­be ich im­mer in dem Haus ge­ar­bei­tet, in dem ich wohn­te. Den gröss­ten Teil die­ser Zeit (bis­her 19 Jah­re) war das Bü­ro so­gar Teil mei­ner Woh­nung. Das funk­tio­niert heu­te ganz gut. Aber ich ha­be ler­nen müs­sen, auf ein paar Punk­te zu ach­ten. Ich lis­te sie hier auf. Viel­leicht hilft das dem ei­nen oder der an­de­ren, das ei­ge­ne Ho­me­of­fice zum funk­tio­nie­ren zu brin­gen:

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Sorgt euch nicht! Seht die Lilien an …!

Bi­bel­stel­len: Mat­thä­us 6,25–34; Phil­ip­per 4,6; 1. Pe­trus 5,7

“Sorgt euch nicht!” — Ist das die rich­ti­ge Bot­schaft? Als die Bundesratsmit­glieder ges­tern in­nert kur­zem er­neut zu viert vor die Me­di­en tra­ten, mach­ten sie ja schon sehr be­sorg­te Mie­nen. Ge­nau­so be­schwö­ren über­all in Eu­ro­pa und dar­über hin­aus Po­li­ti­ker die Men­schen: “Die La­ge ist ernst!” Aus­ser­dem zei­gen die im­mer wie­der leer ge­räum­ten Re­ga­le in den Lebens­mittelgeschäften, dass sich vie­le Leu­te tat­säch­lich Sor­gen ma­chen. An­dererseits sieht man beim tol­len Früh­lings­wet­ter auch heu­te noch vie­le Leu­te sich recht sorg­los draus­sen mit­ein­an­der tum­meln. Was ist denn an­ge­mes­sen?

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Freude am Herrn als Stärke

Pho­to by Jus­tin Young on Uns­plash

zu Ne­hemia 8,10

Der Schrift­ge­lehr­te Es­ra spricht den ver­sammelten Is­rae­li­ten zu: “Die Freu­de am Herrn ist eu­re Stär­ke!” Die­ser Zu­spruch geht mir schon ei­ni­ge Ta­ge nicht aus dem Kopf.

Ich wünsch­te mir, dass die Freu­de am Herrn die Stär­ke bzw. die herausste­chende Ei­gen­schaft mei­nes Gottes­glau­bens wä­re. Oft ist sie es aber nicht. An­de­res drängt sich in den Vor­der­grund: Tra­di­ti­on, Pflicht­be­wusst­sein, Ge­wohn­heit, Mo­ral, Leh­re, so­zia­ler und mis­sio­na­ri­scher Auf­trag …  Die Freu­de aber wird zu­ge­deckt und der Glau­be fühlt sich so schnell anstren­gend an.

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Perlen aus der Bibel

Pho­to by Phil­ipp Lub­las­ser on Uns­plash

zu Mat­thä­us 13,44–46

Mit dem Dop­pel­gleich­nis vom Schatz im Acker und von der Per­le ver­an­schau­licht Je­sus, wel­chen Wert das Him­mel­reich (man kann auch vom Reich Got­tes oder vom Glau­ben re­den) für ei­nen Men­schen ha­ben kann. Er ord­net ihm dann al­les an­de­re un­ter. Aber das tut er nicht aus Pflicht­ge­fühl, nicht aus Tra­di­ti­on, nicht aus Grün­den der Lo­gik, son­dern aus Be­geis­te­rung. „Per­len aus der Bi­bel“ wei­ter­le­sen

Gemeinde: Herausforderung? Überforderung? Geheimnis? Wunder!

Pho­to by Pa­trick Brow­ne on Uns­plash

zu Mar­kus 6,30–44

Die Spei­sung der 5000 veran­schauliche das Wun­der der Ge­meinde. Die­se Über­zeu­gung ver­treten die bei­den deut­schen Pfar­rer und Theo­lo­gen Klaus Dou­glass und Fa­bi­an Vogt in ih­rem Buch ‘Ex­pe­di­ti­on zum An­fang’. Die­ses Wun­der las­se sich so um­schrei­ben: Chris­ten neh­men um sich her­um (kör­per­lich, see­lisch oder geist­lich) hung­ri­ge Men­schen wahr. Sie las­sen sich von die­ser Not be­tref­fen und sich­ten die Res­sour­cen, mit de­nen sie hel­fen könn­ten. Die­se stel­len sie ver­trau­ens­voll Gott zur Ver­fü­gung und las­sen sich von ihm be­auf­tra­gen: “Gebt ihr ih­nen zu es­sen!” Und dann fan­gen sie an zu ver­tei­len und stau­nen, wie vie­le Men­schen trotz äus­serst be­grenz­ter Res­sour­cen satt wer­den. „Ge­mein­de: Her­aus­for­de­rung? Über­for­de­rung? Ge­heim­nis? Wun­der!“ wei­ter­le­sen