(Un)glaube?

Pho­to by Har­ley Upt­on on Unsplash

Bi­bel­text: Mar­kus 9,14–29

Vi­deo-Got­tes­dienst — Herz­li­chen Dank an Urs Bert­schin­ger, Or­gel (Ein­ge­weih­te wer­den es schnell mer­ken: Die Or­gel­mu­sik ha­ben wir dies­mal in der EMK Zü­rich 2 auf­ge­nom­men) und Lu­ca Hunold, Tech­nik, für ih­re Un­ter­stüt­zung.

Humor und Glaube

Pho­to by Ja­mie Brown on Unsplash

Bi­bel­tex­te: 1.Mose 11,1–9; Je­sa­ja 44,9–20; Pre­di­ger 9,7–10

From­men Men­schen sagt man manch­mal nach, sie hät­ten we­nig Hu­mor, ver­mut­lich nicht ganz zu Un­recht. Viel­leicht ist es so­gar ein Stück weit nach­voll­zieh­bar. Schliess­lich: Wenn ei­ne so ge­wich­ti­ge Sa­che wie das Heil bzw. das (ewi­ge) Le­ben auf dem Spiel steht, ist das ja doch ei­ne aus­ge­spro­chen ernst Sa­che. An­de­rer­seits ge­hört La­chen zu ei­nem er­füll­ten Le­ben un­be­dingt da­zu. Das Le­ben soll und darf Spass ma­chen, ist manch­mal auch wirk­lich lus­tig und ko­misch.

„Hu­mor und Glau­be“ wei­ter­le­sen

Die Angst muss weichen

Bi­bel­text: Lu­kas 24,1–11, 36–43

… in der Angst ge­fan­gen

Ei­gent­lich soll­te Os­tern ein Tag sein, an dem gilt:“Freu­de herrscht!‘ So aber war es nicht von An­fang an. Erst ge­gen Abend kam Freu­de auf. Vor­her re­gier­ten am Os­ter­tag, wie die Be­rich­te der Evan­ge­li­en zei­gen, Angst, Trau­er und Zwei­fel. Die Frau­en hat­ten den Jün­gern zwar er­zählt, dass Je­sus le­be. Beim Le­sen dünkt ei­nem, das hät­ten sie doch glau­ben kön­nen. Schliess­lich hat­te Je­sus vor­her oft da­von ge­spro­chen, dass er lei­den und ster­ben, da­nach aber auf­er­ste­hen wer­de. Doch das woll­te den Jün­gern nicht wie­der in den Sinn kom­men. Sie wa­ren am Os­ter­mor­gen von Kar­frei­tag her noch to­tal im Aus­nah­me­zu­stand. Sie hat­ten Angst, dass sie auch ge­fan­gen ge­nom­men und ge­tö­tet wer­den könn­ten. Sie wuss­ten über­haupt nicht, was sie als Nächs­tes tun soll­ten. So­lan­ge war Je­sus bei ih­nen ge­we­sen. Er hat­te ih­nen im­mer ge­hol­fen, wenn sie nicht mehr wei­ter­wuss­ten. Doch jetzt war er weg. Al­le hat­ten zwar ge­wusst, was für ein gu­ter Mensch er ge­we­sen war. Doch ge­schick­te das das Miss­trau­en zwi­schen Pi­la­tus und He­ro­des aus­nüt­zend hat­ten Je­su Geg­ner es ge­schafft, dass Je­sus ans Kreuz ge­schla­gen wur­de. Da­mit war es auch für die Jün­ger ge­fähr­lich ge­wor­den. Des­halb hat­ten sie Angst. — Angst kann ei­nen ein­mau­ern wie ein Ge­fäng­nis. Und dann sieht man nicht mehr drü­ber, sieht nicht mehr, was auch noch ist und kann nicht mehr an ein Wun­der glau­ben.

„Die Angst muss wei­chen“ wei­ter­le­sen

Auf den zweiten Blick gesehen

Pho­to by Jor­dan Spal­ding on Unsplash

Bi­bel­tex­te: Lu­kas 24,32; Jo­han­nes 20,11–18 u.a.

Beim Le­sen in den Os­ter­ge­schich­ten fällt mir auf: Nie­mand, der dem Auf­er­stan­de­nen be­geg­ne­te ist, be­griff so­fort, was pas­siert war. Al­le ha­ben den Chris­tus bes­ten­falls auf den zwei­ten Blick er­kannt. Sie brauch­ten meh­re­re An­läu­fe, um die Os­ter­bot­schaft zu glau­ben:

„Auf den zwei­ten Blick ge­se­hen“ wei­ter­le­sen

Brief an einen Zweifler

Bild­quel­le: http://photoheuristic.info/2016/12/27/optische-taeuschung, (auf­ge­ru­fen am 12.04.2018; 08:45)

zu Jo­han­nes 20,24–29

Lie­ber Tho­mas,

für vie­le bist Du nur ‘der Zweif­ler’. Sie be­lächeln dich, weil es Dir nicht ge­reicht hat, von an­de­ren zu hö­ren, dass Je­sus auf­er­stan­den ist. Ich fin­de, da­mit wird man Dir nicht ge­recht. Und ich be­grei­fe gut: Du woll­test es selbst se­hen, woll­test Be­wei­se.

Mich be­ein­druckt, dass Du zu Dei­nen Zwei­feln ge­stan­den bist. Sie sind in mei­nen Au­gen kei­ne Schwä­che, son­dern Aus­druck von Gründ­lich­keit und ein Zei­chen für die Hart­nä­ckig­keit Dei­ner Su­che nach der Wahr­heit. „Brief an ei­nen Zweif­ler“ wei­ter­le­sen

Starker Glaube oder Glaube an einen starken Gott?

Pho­to by Je­re­my Per­kins on Unsplash

zu Mar­kus 9,14–29

Mein Glau­be ist of­fen­sicht­lich nicht so stark. In der Ge­schich­te von der Hei­lung ei­nes epi­lep­ti­schen Kna­ben steht näm­lich der Satz: “Wer glaubt, kann al­les!” (Mk 9,23). Und ein an­de­res Mal hat Je­sus ge­sagt, dass ein Glau­be von der Grös­se ei­nes Senf­korns aus­rei­che, um ei­nen Berg zu ver­set­zen (vgl. Mt 17,20). Ich aber ha­be ers­tens noch nie ei­nen Berg ver­setzt und bin zwei­tens weit da­von ent­fernt, mei­nem Glau­ben al­les zu­zu­trau­en. Mein Glau­be ist oft schwach und im­mer wie­der mit Zwei­feln ver­mischt. — Ist das ein Pro­blem? Oder spielt die Stär­ke mei­nes Glau­bens — wenn sie denn mess­bar wä­re — viel­leicht gar kei­ne Rol­le? „Star­ker Glau­be oder Glau­be an ei­nen star­ken Gott?“ wei­ter­le­sen