Wortschatz des Glaubens (Gute Nachricht IV)

Predigt vom 01.02.2026 in der EMK Adliswil zu Koloss­er 3,16f

erstellt mit Google Gem­i­ni 3

Liebe Gemeinde,

Worte sind alles andere als harm­los. Sie haben Kraft und Wirkung. Worte kön­nen aufricht­en oder nieder­drück­en, trösten oder ver­let­zen, Mut machen oder Angst ver­stärken. Ein einziges Wort kann einen ganzen Tag verän­dern – zum Guten oder zum Schlechten.

Wir wer­den heutzu­tage per­ma­nent mit ein­er Unmenge von Worten kon­fron­tiert: Nachricht­en pras­seln auf uns ein, Diskus­sio­nen über­schla­gen sich, Mei­n­un­gen wer­den laut und oft hart vertreten. Wie oft empfind­en wir dabei: Viele Worte brin­gen keine guten Nachricht­en. Sie machen müde, verun­sich­ern und lassen uns zweifeln. An der Zukun­ft, an uns selb­st, an anderen Men­schen, oft auch an Gott.

In den Predigten bis zu den Sport­fe­rien frage ich deshalb nach den guten Nachricht­en: Was bedeutet eigentlich Evan­geli­um? Wie wer­den heute aus dem Evan­geli­um gute Nachricht­en? Dabei ist heute im Fokus: Die Sprache des Evan­geli­ums. Welchen Wortschatz hat der Glaube? – In Kol 3,16f ist dazu zu lesen:

„Wortschatz des Glaubens (Gute Nachricht IV)“ weit­er­lesen

Nur Jesus ?! (Gute Nachricht III)

Predigt vom 25.01.2026 in der EMK Adliswil zu Johannes 14,1–7 u.a.

erstellt mit Microsoft 365 Copilot

Liebe Gemeinde,

„Nur Jesus?! – Wirk­lich?!“ Die Frage ist alles andere als harm­los. Deshalb das Aus­rufeze­ichen. Es klingt eng, aus­gren­zend, vielle­icht auch arro­gant: „Nur Jesus! Son­st nichts!“ Das muss Wider­spruch aus­lösen in unser­er plu­ral­is­tis­chen, auch religiös vielfälti­gen Welt. Doch das Evan­geli­um bleibt dabei: Es zählt nur Jesus!
Nicht ein­mal Christ:innen schaf­fen es, ganz dabei zu bleiben. Der katholis­che The­ologe Alfred Loisy hat ein­mal for­muliert: „Jesus verkün­dete das Reich Gottes – gekom­men ist die Kirche.“ Das trifft ger­ade heute einen Nerv. Weil es ger­ade in Kirchen nicht nur um Jesus geht. Viele Men­schen heute haben eigentlich kein Prob­lem mit Jesus. Aber sehr wohl mit dem, was aus ihm gewor­den ist: Mit Kirchen, Dog­men, Macht­struk­turen, Grenzziehun­gen. Die Jesus so bes­timmt nicht wollte! Er hat keine Insti­tu­tion gegrün­det, kein Sys­tem aufge­baut, kein Regel­w­erk geschrieben. In ihm und durch ihn wuchs und wächst das Reich Gottes. Es hat sein Gesicht. In diesem Reich pulsieren Jesu Geist und Herz. Gottes Reich schliesst Men­schen ein, nicht aus. Es verurteilt nicht, son­dern befre­it. Es fordert nicht, son­dern lädt ein. Gottes Reich wuchs aus dem Leben, wie Jesus es führte. Das ist die gute Nachricht. Das Evan­geli­um. Darum geht es in allen Predigten bis zu den Sportferien.

„Nur Jesus ?! (Gute Nachricht III)“ weit­er­lesen

Gnade (Gute Nachricht I)

Predigt vom 11.01.2026 in der EMK Adliswil zu Titus 2,11

Copy­right: Vishal Jah­dav on unsplash.com

Liebe Gemeinde,

als Kinder mussten wir beim Mit­tagessen schweigen, solange die Nachricht­en am Radio liefen. Nachricht­en waren und sind eben wichtig. Wobei wir heute wohl öfter von News reden. Doch so oder so: Man will und muss informiert sein. Es gibt Break­ing News, die im Schrift­band über den Bild­schirm laufen. Es gibt immer mehr Fake News. Wir informieren uns über die Tagess­chau, die Tageszeitung (wer hat sie noch auf Papi­er? Ich z.B. nicht) oder auch via Social Media (was freilich heikel sein kann, weil Vieles schw­er über­prüf­bar ist). Bei ganz drama­tis­chen Ereignis­sen oder Umstän­den liefert uns der News-Tick­er sog­ar im Minu­ten­takt Infos auf das Handy. Oft bis meis­tens sind es ‚Bad News‘ – schlechte Nachricht­en, die uns so erre­ichen. Sie kön­nen uns belas­ten und aufwühlen.
In der Bibel gibt es auch schon News bzw. Nachricht­en. Das Wort Evan­geli­um ist näm­lich sozusagen die Urform der Nachricht. Die griechis­che Vor­silbe Eu macht sie speziell. Sie bedeutet ‚gut‘ oder ‚wohl‘. Evan­geli­um heisst also gute Nachricht, fro­he Botschaft. Es bietet ‘good News’. Evan­geli­um ist von seinem Wesenskern eine gute, ja die beste Nachricht. — Während andere News uns sagen, was alles falsch und schief gelaufen ist, sagt das Evan­geli­um uns, was Gott wieder gut gemacht hat. Das Evan­geli­um sagt uns nicht, was wir tun müssen. Vielmehr spricht es uns zu, was Gott für uns getan hat. Dazu müsste es einen Live-Tick­er geben, der uns per­ma­nent News auf das Handy schickt.

„Gnade (Gute Nachricht I)“ weit­er­lesen

Jesus glättet die Wogen

Markus 4,35–41

gehal­ten am 27.10.2024 in der EMK Adliswil

Copy­right: Allec Gomes on unsplash.com

Liebe Gemeinde,

wir leben in chao­tis­chen, stür­mis­chen Zeit­en. In den Medi­en jagt eine Hiob­s­botschaft die näch­ste. Es ist schwierig, zuver­sichtlich oder auch nur einiger­massen entspan­nt zu bleiben, wenn man von Kriegen liest, von Kor­rup­tion liest oder die Bilder von Über­schwem­mungen und Stür­men liest.

Vor diesem Hin­ter­grund kann es gut tun, die Geschichte davon, wie Jesus auf dem See Genezareth einen Sturm stillte, zu lesen. Ich gehe heute so an sie her­an, dass ich sie wie ein Gle­ich­nis anschaue. Dabei wird die Geschichte zum Bild für unser Unter­wegs­sein im Leben und Glauben: Das Leben gle­icht dann einem Boot, unter­wegs von einem Ufer zum anderen. Oft kreuzen wir damit Gott sei Dank in ruhi­gen Gewässern. Dann ist es leicht, darauf zu ver­trauen, dass Gott mit uns ist. Doch der See kann rauh und stür­misch wer­den. Wir haben vielle­icht mit Wellen und ver­i­ta­blen Stür­men zu kämpfen. Doch auch dann ist Chris­tus an unser­er Seite. Er ver­liert wed­er die Über­sicht noch das Ver­trauen. – Ich lese Markus 4,35–41:

„Jesus glät­tet die Wogen“ weit­er­lesen

Nicht sehen und doch glauben

Johannes 20,19–29

Predigt am 07.04.2024 in der EMK Adliswil

Copy­right: Bilder­saal EMK

ich habe Anfang Woche ein Mail erhal­ten. Darin hat mir jemand aus­führlich von ein­er anderen EMK-Gemeinde erzählt. Es ist von vie­len Prob­le­men die Rede. Aber der Bericht endet dann so: Unsere Gemeinde würde es, men­schlich gese­hen, in dieser Form nicht geben nach allen Prob­le­men, die wir in den let­zten Jahren hat­ten. Und doch gibt es sie. Sie ist lebendig und Vie­len eine Heimat. Ostern — Aufer­ste­hung, das Ende der Hoff­nungslosigkeit, wenn auch anfänglich gar nicht wahrgenommen.“

Wir haben am näch­sten Don­ner­stag Bezirksver­samm­lung. Sie haben die Berichte vielle­icht schon gele­sen. Die Zahlen zu den Finanzen mitgenom­men und studiert. Und dabei wohl ent­deckt: Es gibt Her­aus­forderun­gen, Sor­gen und Fra­gen. Die Zukun­ft unseres Gemein­de­bezirks mag – men­schlich gese­hen – kurzfristig gesichert sein. Mit­tel­fristig ste­ht sie min­destens auf wack­li­gen Füssen. Und langfristig? Na ja, sagen wir mal so: Würde jemand wet­ten, dass es den Gemein­de­bezirk in zehn Jahren noch so gibt? – Das wäre men­schlich gese­hen riskant. Anze­ichen eines neuen Auf­schwungs drän­gen sich ja nicht auf.

„Nicht sehen und doch glauben“ weit­er­lesen

Der Auferstandene geht euch voraus

Markus 16,1–8

Oster­predigt am 31.03.2024 in der EMK Adliswil

Copy­right: Phill Dane on unsplash.com

sie hät­ten es wis­sen kön­nen … und waren doch über­haupt nicht darauf gefasst. Jesus hat­te seinen Jün­gerIn­nen seine Aufer­ste­hung angekündigt. Den­noch kon­nten sie die Oster­botschaft nicht fassen. Die Begeg­nung mit Engeln und die Nachricht, dass Jesus am Leben sei, hat sie erst ein­mal zu Tode erschreckt. Min­destens ver­wirrt, eher sog­ar ver­stört und panisch reagierten sie auf diese Sit­u­a­tion, die sie nicht einord­nen kon­nten. Deut­liche Spuren dieses Schreck­ens zeigt der wohl älteste Oster­bericht in den Evan­gelien in Markus 16,1–8:

„Der Aufer­standene geht euch voraus“ weit­er­lesen

Sich anvertrauen — Glaube als Ressource II

Jesa­ja 40,27–31

Predigt am 05.02.01.2023 in der EMK Adliswil

Liebe Gemeinde,

am 24.Mai 1738 schrieb John Wes­ley in sein Tage­buch: „My heart felt strange­ly warmed!“ D.h. Mein Herz fühlte sich selt­sam erwärmt. Und stellt fest: Plöt­zlich war die Gewis­sheit, von Gott geliebt zu sein, da. An diesem Abend um 20.45, während Luthers Vorrede zum Römer­brief gele­sen wurde. Und die Gewis­sheit blieb.

Manche reden von der ‚Bekehrung‘, oder wenig­stens von der ‚zweit­en‘ Bekehrung, die Wes­ley in dem Moment erlebte. – Jahre­lang hat­te er ver­sucht, über Pflicht­be­wusst­sein und Gehor­sam seines Heils gewiss zu wer­den. Das hat­te nicht funk­tion­iert. Von nun an war Wes­ley klar: Kraft, Frieden, Zuver­sicht, Gewis­sheit aus dem Glauben kann und muss sich nie­mand erar­beit­en. Son­dern sie ste­hen zur Ver­fü­gung als Geschenk Gottes. — Oder anders for­muliert: Wes­ley hat­te erfasst, dass der Glaube kein Forderungskat­a­log ist und auch keinen Leis­tungsausweis ver­langt. Vielmehr ist der Glaube die von Gott geschenk­te Quelle von Kraft zum Leben. Glaube ist eine Ressource.

„Sich anver­trauen — Glaube als Ressource II“ weit­er­lesen

Vertrauend glauben

Josua 1,9, Galater­brief

Eine Predigt in drei Por­tio­nen, gehal­ten am 21.08.2022 in der EMK Adliswil

Portion I: Ein Ferienerlebnis

  • Die Ferien­zeit ist vor­bei. Mor­gen geht es wieder los! ® Vor­freude, aber auch Bam­mel: Was kommt auf mich zu? Schaffe ich es? Reicht meine Kraft? Finde ich Unter­stützung, wo ich sie brauche? – Schöne Zusage: „Gott gibt den Müden Kraft und die Schwachen macht er stark“! – Wage ich es, mich darauf zu ver­lassen? Oder suche ich nach zusät­zlichen Sicherheiten?
  • Neuan­fang oder neue Runde wie eine Berg­wan­derung. — Ich erzäh­le von ein­er Wan­derung, die wir in den Ferien gemacht haben.
  • Vor 40 Jahren: Ferien in Zinal mit Herkun­fts­fam­i­lie. Tracuit-Hütte SAC am Weis­shorn als Traumziel. Es kam damals nicht dazu. Mein Vater erwis­chte eine Som­mer­grippe. Meine Mut­ter traute sich die Wan­derung mit uns Kindern nicht alleine zu (über 4 h Auf­stieg; ~ 1700 m Höhen­dif­ferenz; Ziel auf über 3200 m). Ich war noch zu  jung, um die Ver­ant­wor­tung für Mut­ter und jün­gere Geschwis­ter zu übernehmen. ® uner­füll­ter Traum
  • Vor 2½ Wochen mit WoMo nach Zinal gefahren, eigentlich eher zufäl­lig. Dort erwachte der Traum, zur Tracuit-Hütte auf 3259 MüM zu wan­dern, wieder. Das Wet­ter war gut. Wir entschlossen uns, den Ver­such zu wagen.
„Ver­trauend glauben“ weit­er­lesen

Auferstanden — schwer zu glauben

Predigt in der EMK Adliswil am Oster­son­ntag, 17.04.2022

der älteste Oster­bericht der Evan­gelien hörte ursprünglich so auf, wie wir es in der Schriftle­sung gehört haben: „Da gin­gen sie (die Frauen) hin­aus und flo­hen weg vom Grab, denn sie waren starr vor Angst und Entset­zen. Und sie sagten nie­man­dem etwas, denn sie fürchteten sich“ (Mk 16,8). Darin spiegelt sich etwas davon, wie schw­er die Aufer­ste­hungs­botschaft zu fassen ist. Sie liegt ja ganz ausser­halb unseres üblichen Wahrnehmungs- und Erfahrung­shor­i­zontes. Ausser­dem steck­ten Jesu Jün­gerIn­nen in ein­er tiefen Depression.

„Aufer­standen — schw­er zu glauben“ weit­er­lesen

(Un)glaube?

Pho­to by Harley Upton on Unsplash

Bibel­text: Markus 9,14–29

Video-Gottes­di­enst — Her­zlichen Dank an Urs Bertschinger, Orgel (Eingewei­hte wer­den es schnell merken: Die Orgel­musik haben wir dies­mal in der EMK Zürich 2 aufgenom­men) und Luca Hunold, Tech­nik, für ihre Unterstützung.