Gottes Gnade geht voran

Bi­bel­text: Phil­ip­per 1,6

Der Phil­ip­per­brief ist wohl die per­sön­lichs­te Schrift des Apos­tels Pau­lus. Er schrieb den Brief aus dem Ge­fäng­nis. Den­noch ist der Grund­ton aus­ge­spro-chen po­si­tiv und herz­lich. Am An­fang ist ein Ge­bet für Pau­lus’ Glau­bens­ge-schwis­ter in Phil­ip­pi for­mu­liert: Der Apos­tel ist sehr dank­bar für die Ge-mein­de und ih­re Freund­schaft. Und er ist aus­ge­spro­chen zu­ver­sicht­lich im Blick auf ih­ren Glau­ben und ih­re Treue. Er schreibt in Phil 1,6 (Lu­ther-Über­set­zung): „Ich bin dar­in gu­ter Zu­ver­sicht, dass, der in euch an­ge­fan­gen hat das gu­te Werk, der wird’s auch voll­enden bis an den Tag Je­su Chris­ti.“

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Ohne Berührungsangst

zu Mar­kus 1,40–45

Coo­le Leu­te sind kon­taktfreudig. Dank den so­zia­len Me­di­en ist es heu­te mög­lich, mit viel mehr Leu­ten zu­gleich Be­zie­hun­gen zu pfle­gen. Al­ler­dings be­wegt man sich da­bei oft vor al­lem un­ter Seines­glei­chen und da­mit in ei­ner in­di­vi­du­ell ab­ge­stimm­ten Bla­se.

Hun­der­te oder gar tau­sen­de di­gi­ta­ler Freun­de mö­gen Men­schen un­se­rer Zeit be­ein­dru­cken. Je­sus da­ge­gen wür­de sol­che Cool­ness wohl eher kri-tisch hin­ter­fra­gen: “Was ist denn schon Be­son­de­res dar­an, wenn ihr nur zu eu­res­glei­chen freund­lich seid?” (Mt 5,47). Vor al­lem, wenn  die Schar der di­gi­ta­len Freun­de mit Be­rührungsängsten in ana­lo­gen Be­geg­nun­gen ein­her­geht. Viel­leicht mei­ne ich ja nur, ge­ra­de kei­ne Zeit zu ha­ben. Viel­leicht fürch­te ich aber auch, in Pro­bleme hin­ein­ge­zo­gen zu wer­den oder ich scheue die Aus­ein­an­der­set­zung mit an­de­ren Mei­nun­gen, an­de­ren Kul­tu­ren. Je­den­falls ent­wick­le ich im All­tag bis­wei­len Be­rüh­rungs­ängs­te, die mich Be­geg­nun­gen ver­mei­den und viel ver­pas­sen las­sen. „Oh­ne Be­rüh­rungs­angst“ wei­ter­le­sen

Lieber gute Fragen als fertige Antworten

Zu Lu­kas 8,4–15

Im­mer wie­der hö­re ich, die bib­lische Bot­schaft sei ein­fach zu verste­hen und ge­be kla­re Ant­wor­ten. Den Gos­pel ‘Je­sus is the ans­wer’ sin­ge ich üb­ri­gens ger­ne und aus vol­lem Her­zen mit. Den­noch fin­de ich eher sel­ten kla­re Ant­wor­ten. Viel häu­fi­ger er­le­be ich, dass die Bi­bel mich zu Fra­gen an­regt. Je län­ger ich über ei­nen Bi­bel­text nach­den­ke, des­to wack­li­ger wer­den mei­ne Ant­worten und des­to zahl­rei­cher mei­ne Fra­gen. „Lie­ber gu­te Fra­gen als fer­ti­ge Ant­wor­ten“ wei­ter­le­sen

GELEBTE GNADE: Weiterführende Wege öffnen

Bild­quel­le: Fer­di­nand La­cour / pixelio.de

zu Lu­kas 1,5–25

Der von Man­fred Mar­quardt und Wal­ter Klai­ber her­aus­ge­ge­be­ne Grund­riss ei­ner Theo­lo­gie der EMK[1] trägt die­sen Ti­tel: Ge­leb­te Gna­de. Die­se For­mu­lie­rung um­schreibt in mei­nen Au­gen ge­nau, was christ­li­ches Le­ben und Glau­ben prägt bzw. prä­gen soll­te. Ei­ner­seits le­ben wir aus der Gna­de Got­tes. Wir sind be­gna­dig­te Sün­der, die sich von Gott in Chris­tus be­din­gungs­los an­ge­nom­men wis­sen dür­fen. An­de­rer­seits sind wir her­aus­ge­for­dert, un­se­ren Mit­men­schen mit ge­nau der Gna­de zu be­geg­nen, die Gott uns ge­währt. „GELEBTE GNADE: Wei­ter­füh­ren­de We­ge öff­nen“ wei­ter­le­sen

Nobody is perfect

zu Jo­han­nes 8,1–11

Nie­mand ist vollkom­men. Al­le ma­chen Feh­ler, im­mer wie­der. Vie­le da­von pas­sie­ren uns aus Ungeschick­lichkeit oder Unwis­senheit. Bei an­de­ren wol­len wir von An­fang an das Fal­sche und ma­chen uns schul­dig mit dem, was wir tun oder nicht tun. Wir sit­zen al­le im sel­ben Boot. Für ein ge­lin­gen­des Mit­ein­an­der sind wir dar­auf an­ge­wie­sen, ge­las­sen und gnä­dig mit den Feh­lern um­zu­ge­hen, die halt pas­sie­ren. „No­bo­dy is per­fect“ wei­ter­le­sen