Die Angst muss weichen

Bi­bel­text: Lu­kas 24,1–11, 36–43

… in der Angst gefangen

Ei­gent­lich soll­te Os­tern ein Tag sein, an dem gilt:“Freu­de herrscht!‘ So aber war es nicht von An­fang an. Erst ge­gen Abend kam Freu­de auf. Vor­her re­gier­ten am Os­ter­tag, wie die Be­rich­te der Evan­ge­li­en zei­gen, Angst, Trau­er und Zwei­fel. Die Frau­en hat­ten den Jün­gern zwar er­zählt, dass Je­sus le­be. Beim Le­sen dünkt ei­nem, das hät­ten sie doch glau­ben kön­nen. Schliess­lich hat­te Je­sus vor­her oft da­von ge­spro­chen, dass er lei­den und ster­ben, da­nach aber auf­er­ste­hen wer­de. Doch das woll­te den Jün­gern nicht wie­der in den Sinn kom­men. Sie wa­ren am Os­ter­mor­gen von Kar­frei­tag her noch to­tal im Aus­nah­me­zu­stand. Sie hat­ten Angst, dass sie auch ge­fan­gen ge­nom­men und ge­tö­tet wer­den könn­ten. Sie wuss­ten über­haupt nicht, was sie als Nächs­tes tun soll­ten. So­lan­ge war Je­sus bei ih­nen ge­we­sen. Er hat­te ih­nen im­mer ge­hol­fen, wenn sie nicht mehr wei­ter­wuss­ten. Doch jetzt war er weg. Al­le hat­ten zwar ge­wusst, was für ein gu­ter Mensch er ge­we­sen war. Doch ge­schick­te das das Miss­trau­en zwi­schen Pi­la­tus und He­ro­des aus­nüt­zend hat­ten Je­su Geg­ner es ge­schafft, dass Je­sus ans Kreuz ge­schla­gen wur­de. Da­mit war es auch für die Jün­ger ge­fähr­lich ge­wor­den. Des­halb hat­ten sie Angst. — Angst kann ei­nen ein­mau­ern wie ein Ge­fäng­nis. Und dann sieht man nicht mehr drü­ber, sieht nicht mehr, was auch noch ist und kann nicht mehr an ein Wun­der glauben.

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Auf den zweiten Blick gesehen

Pho­to by Jor­dan Spal­ding on Unsplash

Bi­bel­tex­te: Lu­kas 24,32; Jo­han­nes 20,11–18 u.a.

Beim Le­sen in den Os­ter­ge­schich­ten fällt mir auf: Nie­mand, der dem Auf­er­stan­de­nen be­geg­ne­te ist, be­griff so­fort, was pas­siert war. Al­le ha­ben den Chris­tus bes­ten­falls auf den zwei­ten Blick er­kannt. Sie brauch­ten meh­re­re An­läu­fe, um die Os­ter­bot­schaft zu glauben:

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Lappi, tue d’Auge uf

Vi­deo-Got­tes­dienst zu Os­tern aus der EMK Ad­lis­wil. Bi­bel­tex­te: Jo­han­nes 20,29 und Lu­kas 24,13–35; mit Lie­dern aus dem EMK-Ge­sang­buch zum Mitsingen.

Für die Mu­sik durf­te ich Auf­nah­men des Po­sau­nen­chors Ad­lis­wil ver­wen­den. Und tech­nisch hat mich wie­der Lu­ca Hunold bei Auf­nah­me und Schnitt­un­ter­stützt. Ganz herz­li­chen Dank.

GASTBEITRAG: Ostern — zu einem Bild von Willy Fries

Co­py­right: Stif­tung Wil­ly Fries Wattwil

von Max Hu­ber, EMK-Pfar­rer im Ruhestand

Bi­bel­text: Jo­han­nes 20,19–23

Zur Pas­si­on von Wil­ly Fries

Wil­ly Fries (1907 bis 1980) hat­te als Au­gen­zeu­ge vom Be­ginn des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus in Ber­lin die Grös­se, an der Pas­si­on und dem schwär­zes­ten Tag von Kar­frei­tag nicht hän­gen zu blei­ben. Er will be­wusst Os­tern und sei­nen hells­ten Tag fei­ern!! Er fühlt sich be­auf­tragt, mit Pin­sel und Lein­wand das Evan­ge­li­um zu verkündigen.

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