Vertrauen auf Vorschuss

zu Lk 19,1–10

Es ist aus­ge­spro­chen schwie­rig, Men­schen zu dau­er­haf­ten Ver­änderungen ih­res Ver­hal­tens zu mo­ti­vie­ren. Gu­te Ar­gu­men­te oder so­zia­ler Druck ha­ben nur be­schränk­te Wir­kung. Auch das Mot­to ‘Zu­cker­brot oder Peit­sche’ funk­tio­niert sel­ten nach­hal­tig. Wir Men­schen sind in vie­len Be­lan­gen aus­ge­spro­chen be­ra­tungs­re­sis­tent. Von Je­sus al­ler­dings er­zählt das Neue Tes­ta­ment, dass er auch ‘har­te Nüs­se’ lo­cker kna­cken konn­te. Wie mach­te er das bloss?  „Ver­trau­en auf Vor­schuss“ wei­ter­le­sen

Ohne Berührungsangst

zu Mar­kus 1,40–45

Coo­le Leu­te sind kon­taktfreudig. Dank den so­zia­len Me­di­en ist es heu­te mög­lich, mit viel mehr Leu­ten zu­gleich Be­zie­hun­gen zu pfle­gen. Al­ler­dings be­wegt man sich da­bei oft vor al­lem un­ter Seines­glei­chen und da­mit in ei­ner in­di­vi­du­ell ab­ge­stimm­ten Bla­se.

Hun­der­te oder gar tau­sen­de di­gi­ta­ler Freun­de mö­gen Men­schen un­se­rer Zeit be­ein­dru­cken. Je­sus da­ge­gen wür­de sol­che Cool­ness wohl eher kri-tisch hin­ter­fra­gen: “Was ist denn schon Be­son­de­res dar­an, wenn ihr nur zu eu­res­glei­chen freund­lich seid?” (Mt 5,47). Vor al­lem, wenn  die Schar der di­gi­ta­len Freun­de mit Be­rührungsängsten in ana­lo­gen Be­geg­nun­gen ein­her­geht. Viel­leicht mei­ne ich ja nur, ge­ra­de kei­ne Zeit zu ha­ben. Viel­leicht fürch­te ich aber auch, in Pro­bleme hin­ein­ge­zo­gen zu wer­den oder ich scheue die Aus­ein­an­der­set­zung mit an­de­ren Mei­nun­gen, an­de­ren Kul­tu­ren. Je­den­falls ent­wick­le ich im All­tag bis­wei­len Be­rüh­rungs­ängs­te, die mich Be­geg­nun­gen ver­mei­den und viel ver­pas­sen las­sen. „Oh­ne Be­rüh­rungs­angst“ wei­ter­le­sen