Sorge tragen zur Stimmung im Land

Bi­bel­text: Mar­kus 12,28–34

Der Bi­bel­le­se­plan, dem ich mehr oder we­ni­ger täg­lich fol­ge, schlug ges­tern die­sen Ab­schnitt vor: Das al­ler­wich­tigs­te, das höchs­te Ge­bot, be­stehe in der Lie­be zu Gott und zu den Mit­men­schen. Ich ge­ste­he, im ers­ten Mo­ment wuss­te ich nicht so recht, was ich in Zei­ten von Co­ro­na da­mit an­fan­gen soll­te. Es ist so all­ge­mein, dass man da­mit in der kon­kre­ten Si­tua­ti­on kaum zu hilf­rei­chen Schrit­ten kommt. Aus­ser­dem er­war­tet man von ei­nem Pfar-rer ja zwar schon, dass er von der Lie­be re­det. Doch wenn er es dann tut, löst das we­ni­ger In­ter­es­se, son­dern eher ein ge­lang­weil­tes Gäh­nen aus.

Was könn­te denn christ­li­che Nächs­ten­lie­be im Mo­ment kon­kret be­deu­ten?

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Sorgt euch nicht! Seht die Lilien an …!

Bi­bel­stel­len: Mat­thä­us 6,25–34; Phil­ip­per 4,6; 1. Pe­trus 5,7

“Sorgt euch nicht!” — Ist das die rich­ti­ge Bot­schaft? Als die Bundesratsmit­glieder ges­tern in­nert kur­zem er­neut zu viert vor die Me­di­en tra­ten, mach­ten sie ja schon sehr be­sorg­te Mie­nen. Ge­nau­so be­schwö­ren über­all in Eu­ro­pa und dar­über hin­aus Po­li­ti­ker die Men­schen: “Die La­ge ist ernst!” Aus­ser­dem zei­gen die im­mer wie­der leer ge­räum­ten Re­ga­le in den Lebens­mittelgeschäften, dass sich vie­le Leu­te tat­säch­lich Sor­gen ma­chen. An­dererseits sieht man beim tol­len Früh­lings­wet­ter auch heu­te noch vie­le Leu­te sich recht sorg­los draus­sen mit­ein­an­der tum­meln. Was ist denn an­ge­mes­sen?

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