Deine Liebe

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Bi­bel­text: Psalm 139

Psalm 139 ge­hört zu mei­nen liebs­ten Bi­bel­tex­ten. Ges­tern ha­be ich da­zu ei­ne Über­tra­gung aus der Fe­der von Pfr. Ro­bert Seitz ge­pos­tet. Heu­te nun, so­zu­sa­gen als Zu­ga­be, ei­ne Bild­me­di­ta­ti­on zu ei­nem Lied des Os­lo Gos­pel Choir, die ich schon vor et­li­chen Jah­ren ein­mal zu­sam­men­ge­stellt ha­be:

„Dei­ne Lie­be“ wei­ter­le­sen

GASTBEITRAG: Ich rede mit dir

Pho­to by Pa­trick Fo­re on Unsplash

Bi­bel­text: Psalm 139

Die­se Über­tra­gung von Psalm 139 stammt von Pfr. Ro­bert Seitz aus sei­nem Buch ‘das Le­ben um­ar­men’

Gott, mein Schöp­fer,
Du weißt, wer ich bin.
Du siehst in mein In­ners­tes.
Was mir sel­ber ver­bor­gen ist,
ist bei Dir kein Ge­heim­nis.
Vor Dir muss ich kei­nen fal­schen Schein er­we­cken.
Ich darf sein wie ein of­fe­nes Buch.
Ne­ben den schö­nen Ka­pi­teln mei­nes Le­bens
muss ich die Un­schö­nen nicht ver­ber­gen

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(Un)glaube?

Pho­to by Har­ley Upt­on on Unsplash

Bi­bel­text: Mar­kus 9,14–29

Vi­deo-Got­tes­dienst — Herz­li­chen Dank an Urs Bert­schin­ger, Or­gel (Ein­ge­weih­te wer­den es schnell mer­ken: Die Or­gel­mu­sik ha­ben wir dies­mal in der EMK Zü­rich 2 auf­ge­nom­men) und Lu­ca Hunold, Tech­nik, für ih­re Un­ter­stüt­zung.

Mitten im Sturm geborgen

aus: Kees de Kort: Je­sus und der Sturm

Bi­bel­text: Mar­kus 4,35–41

Vi­deo-Got­tes­dienst — Herz­li­chen Dank an Oth­mar Wüth­rich, Or­gel und Lu­ca Hunold, Tech­nik, für ih­re Un­ter­stüt­zung.

Üb­ri­gens: Wer sich für die Ge­schich­te des Mut­ter­ta­ges in­ter­es­siert, fin­det un­ter die­sem Link ei­nen in­for­ma­ti­ven Ar­ti­kel der ös­ter­rei­chi­schen EMK, inkl. ei­nes kur­zen eng­lisch­spra­chi­gen Clips.

GASTBEITRAG: … nimm alles von mir!!

Bild­quel­le: http://www.flueliranft.ch/

von Max Hu­ber, EMK-Pfar­rer im Ru­he­stand

Im Zu­sam­men­hang mit dem ul­ti­ma­ti­ven Co­ro­na-Stopp den­ke ich oft an Ni­klaus von Flüe. Vor 550 Jah­ren hat er sich als Ein­sied­ler in die Ranft Schlucht zu­rück­ge­zo­gen und dort ein in­ten­si­ves Ge­bets-Le­ben ge­führt. Sein be­kann­tes­tes Ge­bet sagt in Kür­ze mehr aus als vie­le theo­lo­gi­sche Bü­cher:

„Mein Herr und mein Gott, nimm al­les von mir, was mich hin­dert zu dir.“

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GASTBEITRAG: Wunder

Bild­quel­le: https://oraciontaizecadiz.wordpress.com/

von Pfr. Chris­toph Schluep, Re­gen­bo­gen­kir­che EMK Zü­rich 2

Bi­bel­text: Mar­kus 8,1–9

Bei der Ge­schich­te von der Spei­sung der 4000 ist Vie­les ganz aus­ser­ge­wöhn­lich:

Zum ei­nen steht nur zwei Ka­pi­tel vor­her die Ge­schich­te der Spei­sung der Fünf­tau­send. Sie wird hier fast wört­lich wie­der­ge­ge­ben. Schlaue Theo­lo­gen spre­chen ger­ne von ei­ner Dop­pel­über­lie­fe­rung, dh. ei­ne Ge­schich­te wird zwei­mal se­pa­rat über­lie­fert, weil sie nicht ganz iden­tisch sind. Nie­mand merkt es, nur wir, 2000 Jah­re spä­ter, weil wir so ge­scheit sind. Aber das ist na­tür­lich Un­sinn: Mar­kus wuss­te sehr wohl, dass er ein fast iden­ti­sches Wun­der  kurz vor­her er­zählt hat. Das Aus­ser­ge­wöhn­li­che dar­an ist nun nicht mehr die Ver­meh­rung des Bro­tes — je­deR Le­se­rIn weiss, dass Je­sus das kann. Aus­ser­ge­wöhn­lich ist, dass die Jün­ger es of­fen­bar nicht be­grif­fen ha­ben. Sie sind das zwei­te Mal eben­so sprach­los und ideen­frei wie das ers­te Mal. Das scheint mir der geist­li­che Clou die­ser Ge­schich­te zu sein. 

Ein wei­te­re Ge­sichts­punkt ist die Selbst­ver­ständ­lich­keit des Wun­ders: Je­sus dankt nur, und dann ist viel mehr da, als be­nö­tigt wird. Wie es ge­schieht, wird nicht er­zählt. Dass es je­man­dem auf­ge­fal­len wä­re, auch nicht. Es pas­siert ein­fach so, als wä­re es all­täg­lich. 

Und schliess­lich: Die­se Ge­schich­te er­in­nert mich auf ei­ne fast schon scho­ckie­ren­de Art an die Zeit, in der wir ge­ra­de le­ben: Aus nichts wird sehr, sehr viel, und wir wis­sen nicht, wie es ge­schieht. Nicht Brot, aber Tod. 

Drei Ge­dan­ken­an­stös­se zu drei Ge­sichts­punk­ten: 

1. Wie oft müs­sen wir et­was er­le­ben, be­vor wir es glau­ben kön­nen bzw. es so tief in un­se­re See­le hin­ein­sinkt, dass wir ein nächs­tes Mal dar­auf ver­trau­en kön­nen? Wie oft muss uns Gott hel­fen oder ei­nen Weg zei­gen, bis wir in der nächs­ten Sack­gas­se nicht wie­der ver­zagt und hoff­nungs­los vor dem Berg ste­hen, son­dern uns ver­trau­ens­voll an Je­sus wen­den, weil wir glau­ben und er­fah­ren ha­ben und wis­sen, dass er hilft? Viel­leicht wä­re das heu­te Hil­fe zur Hoff­nung: Hat er dich je hän­gen­las­sen? 

2. Je­sus dankt, und aus fast nichts wird sehr viel. Nun, ich kann kein Brot ver­meh­ren, aber ich kann dan­ken. Und se­hen, was ich wirk­lich ha­be und nicht bloss ver­mis­sen, was mir fehlt. Das macht mein Le­ben reich. Es bleibt aber die Auf­ga­be des Ver­tei­lens: Je­sus macht nicht Brot für sich, son­dern für die an­de­ren. Auch mein Brot ge­hört nicht nur mir. Was ich dan­kend als Ga­be Got­tes er­ken­ne, ist im­mer auch ei­ne Ga­be Got­tes an mich — durch mich — für an­de­re. 

3. Wer je ge­zwei­felt hat, ob Brot sich über­haupt ver­meh­ren kann und ob die­se Ge­schich­te nicht ein­fach ein Am­men­mär­chen ist, merkt jetzt, wie we­nig es wirk­lich braucht, da­mit plötz­lich al­les still­steht, weil die un­hei­li­ge Ver­meh­rung nicht mehr zu stop­pen ist. Oder hät­te je­mand von uns ge­dacht, dass wir noch Zeu­gIn­nen ei­ner mo­der­nen Pest wer­den? Die­se Ge­schich­te gibt mir aber trotz­dem Hoff­nung: Wo vie­le viel brau­chen und nichts mehr ha­ben, da teilt Je­sus aus. Wann und wie weiss ich auch nicht, aber ich weiss:  „Da sagt Je­sus zu den Jün­gern: Das Volk tut mir leid.“ (Mar­kus 8,2). Das bringt das Bild oben zum Aus­druck — et­was kit­schig viel­leicht, aber nicht min­der wahr. 

Die Angst muss weichen

Bi­bel­text: Lu­kas 24,1–11, 36–43

… in der Angst ge­fan­gen

Ei­gent­lich soll­te Os­tern ein Tag sein, an dem gilt:“Freu­de herrscht!‘ So aber war es nicht von An­fang an. Erst ge­gen Abend kam Freu­de auf. Vor­her re­gier­ten am Os­ter­tag, wie die Be­rich­te der Evan­ge­li­en zei­gen, Angst, Trau­er und Zwei­fel. Die Frau­en hat­ten den Jün­gern zwar er­zählt, dass Je­sus le­be. Beim Le­sen dünkt ei­nem, das hät­ten sie doch glau­ben kön­nen. Schliess­lich hat­te Je­sus vor­her oft da­von ge­spro­chen, dass er lei­den und ster­ben, da­nach aber auf­er­ste­hen wer­de. Doch das woll­te den Jün­gern nicht wie­der in den Sinn kom­men. Sie wa­ren am Os­ter­mor­gen von Kar­frei­tag her noch to­tal im Aus­nah­me­zu­stand. Sie hat­ten Angst, dass sie auch ge­fan­gen ge­nom­men und ge­tö­tet wer­den könn­ten. Sie wuss­ten über­haupt nicht, was sie als Nächs­tes tun soll­ten. So­lan­ge war Je­sus bei ih­nen ge­we­sen. Er hat­te ih­nen im­mer ge­hol­fen, wenn sie nicht mehr wei­ter­wuss­ten. Doch jetzt war er weg. Al­le hat­ten zwar ge­wusst, was für ein gu­ter Mensch er ge­we­sen war. Doch ge­schick­te das das Miss­trau­en zwi­schen Pi­la­tus und He­ro­des aus­nüt­zend hat­ten Je­su Geg­ner es ge­schafft, dass Je­sus ans Kreuz ge­schla­gen wur­de. Da­mit war es auch für die Jün­ger ge­fähr­lich ge­wor­den. Des­halb hat­ten sie Angst. — Angst kann ei­nen ein­mau­ern wie ein Ge­fäng­nis. Und dann sieht man nicht mehr drü­ber, sieht nicht mehr, was auch noch ist und kann nicht mehr an ein Wun­der glau­ben.

„Die Angst muss wei­chen“ wei­ter­le­sen

Auf den zweiten Blick gesehen

Pho­to by Jor­dan Spal­ding on Unsplash

Bi­bel­tex­te: Lu­kas 24,32; Jo­han­nes 20,11–18 u.a.

Beim Le­sen in den Os­ter­ge­schich­ten fällt mir auf: Nie­mand, der dem Auf­er­stan­de­nen be­geg­ne­te ist, be­griff so­fort, was pas­siert war. Al­le ha­ben den Chris­tus bes­ten­falls auf den zwei­ten Blick er­kannt. Sie brauch­ten meh­re­re An­läu­fe, um die Os­ter­bot­schaft zu glau­ben:

„Auf den zwei­ten Blick ge­se­hen“ wei­ter­le­sen

Gott schafft Neues

Ei­ne Vi­deo-An­dacht aus der EMK Ad­lis­wil zu Je­sa­ja 43,19 und 2. Ko­rin­ther 5,17–21; mit Tai­zé-Lie­dern aus dem EMK-Ge­sang­buch zum Mit­sin­gen.

Urs Bert­schin­ger an der Or­gel und Lu­ca Hunold an Ton und Ka­me­ra ha­ben mich un­ter­stützt. Ganz herz­li­chen Dank für Eu­er En­ga­ge­ment.