Social Distancing?

Pho­to by He­le­na Lo­pes on Unsplash

An­fang Jahr hät­te mit dem Be­griff noch nie­mand et­was an­fan­gen kön­nen. Doch längst ist ‘So­cial Di­stancing’ in al­ler Mun­de: Al­le wis­sen: Wir müs­sen auf Di­stanz zu­ein­an­der blei­ben, da­mit Co­Vid 19 mög­lichst schlech­te Chan­cen hat, sich zu ver­brei­ten. Wer den Be­griff ur­sprüng­lich ge­prägt hat, weiss ich nicht. Und ich wun­de­re mich ein we­nig, dass er zum Schlag­wort für das Ein­hal­ten der Ab­stands­re­geln ge­wor­den ist. Denn ei­gent­lich ist der Be­griff falsch oder zu­min­dest un­ge­nau. Wir müs­sen uns phy­sisch von­ein­an­der fern­hal­ten und für so­zia­le Kon­tak­te an­de­re We­ge su­chen. Aber so­zi­al auf Di­stanz ge­hen, das müs­sen wir nicht. Es pas­siert ja eher das Ge­gen­teil. Wie vie­le Leu­te ha­ben mir in den letz­ten Wo­che er­zählt, dass sie in viel en­ge­rem Kon­takt sind mit Freun­den, Nach­barn und Fa­mi­lie, mehr Brief schrei­ben, Nach­rich­ten pos­ten und te­le­fo­nie­ren. Co­Vid 19 bringt uns in ei­nem ge­wis­sen Sin­ne nä­her zu­ein­an­der, ob­wohl wir uns viel we­ni­ger se­hen. Statt ‘So­cial Di­stancing’ wür­de man ei­gent­lich bes­ser sa­gen: ‘Phy­si­cal Distancing’.

„So­cial Di­stancing?“ wei­ter­le­sen