Zäme teile (d’Chraft vom Mitenand I)

Predigt vom 01.03.2026 in der EMK Adliswil zu Apos­telgeschichte 4,32–35

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Liebe Gemeinde,

«Wo du hingehst, da will ich auch hinge­hen; wo du bleib­st, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.» (Ruth 1,16). Das klingt ein wenig nach Hochzeit. Und es ist tat­säch­lich ein beliebter Trautext, den wir zu Beginn des Gottes­di­en­stes gehört haben. Dabei ist der Zusam­men­hang ein ander­er: Die alte Witwe Nao­mi zieht nach lan­gen Jahren im Aus­land zurück in ihre Heimat. An der Gren­ze will sie ihre eben­falls ver­witweten Schwiegertöchter zurückschick­en. Ihre Zukun­ft liege nicht in Israel. Die eine, Orpa, kehrt tat­säch­lich um und ver­ab­schiedet sich. Die andere aber, Ruth, lässt sich nicht abschüt­teln. Sie erk­lärt: «Wo du hingehst, da will ich auch hinge­hen; wo du bleib­st, da bleibe ich auch …». Anders gesagt: «Wir gehören zusam­men. Komme, was wolle!» Es gibt keine Umstände, die unsere Gemein­schaft in Frage stellen oder gar auflösen kön­nten. Danach sehnen sich Men­schen, auch heute: Nach ein­er Gemein­schaft, aus der sie nicht her­aus­fall­en kön­nen. Umgekehrt ist es die grösste Angst viel­er, irgend­wann allein gelassen zu wer­den und vergessen zu gehen.

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