Leben heisst Veränderung — veranschaulicht am Thema Polarisierung

Impuls im öku­menis­chen Neu­jahrs­gottes­di­enst vom 04.01.2026 in der EMK Adliswil zu Jesa­ja 43,19

Liebe Gemeinde,

«Leben heisst Verän­derung» — Es klingt nach einem dynamis­chen Werbeslo­gan. Es ist eine Bin­sen­wahrheit. Und oft fühlt es sich als Über­forderung an. Men­schen sind Gewohn­heit­stiere. Wir lieben das Ver­traute, das Vorherse­hbare. Aber die Welt um uns herum dreht sich immer schneller: Der tech­nis­che Fortschritt, Krisen und Katas­tro­phen, Kli­mawan­del, immer neue Ratschläge, wie das Leben am besten zu gestal­ten sei …

Zu viele Verän­derun­gen aufs Mal lösen Angst aus. Und Angst kann block­ieren. Wir erstar­ren wie die Maus vor der Schlange. Wir suchen Sicher­heit, indem wir unsere Mei­n­un­gen zemen­tieren. Es entste­hen fes­tungsar­tige Mei­n­ungs­blöcke. In der Gesellschaft gibt es eine sich ver­stärk­ende Ten­denz zur Polar­isierung. Es scheint nur noch Schwarz oder Weiss zu geben. Wir ziehen uns in die eigene Bubble/Blase zurück. Es gibt nur noch ‘Pro oder Con­tra’. Alles läuft hin­aus auf: ‘Wir’ gegen ‘Die’: FCZ-ler gegen GC-Fans; Veg­an­er gegen Fleis­chess­er; Linke gegen Rechte; etc.

„Leben heisst Verän­derung — ver­an­schaulicht am The­ma Polar­isierung“ weit­er­lesen

Veränderung ist möglich

Predigtrei­he EVANGELIUM III

Bibel­texte: 2. Korinther 5,17ff, Lukas 19,1–10

Har­ry S.Truman, dem 33. Präsi­den­ten der USA (1945–1953), wird fol­gen­der Satz zugeschrieben: „Ein Pes­simist macht aus jed­er Chance ein Prob­lem; ein Opti­mist macht aus jedem Prob­lem eine Chance!“ Gut auf den Punkt gebracht, wie ich finde. Zu welch­er Kat­e­gorie gehören nun Chris­ten? – Sind wir Pes­simis­ten? Schliesslich: Alle Men­schen sind Sün­der. Nie­mand ist per­fekt. Ja, die Bibel sagt sog­ar: „Das Dicht­en und Tra­cht­en ihres Herzens ist böse von Jugend auf!“ (Gen 6,5) Dem­nach müssten, wo immer Men­schen ihre Fin­ger im Spiel haben, let­ztlich die Prob­leme wach­sen. – Oder sind wir doch eher Opti­mis­ten? Auch das liesse sich bib­lisch unter­mauern, z.B. mit einem Paulus-Zitat: „Ich ver­mag alles durch den, der mich mächtig (d.h. stark) macht.“ (Phil 4,13) – Es wäre wohl über­trieben, von Chris­ten zu ver­lan­gen, sich in jed­er Lebenslage opti­mistisch zu fühlen. Aber an die Hoff-nung, dass dank Chris­tus immer eine Verän­derung, d.h. eine Wende zum Besseren möglich ist, wer­den sich Chris­ten bis zulet­zt klam­mern. Denn das ist ein Grund, warum Chris­ten zu allen Zeit­en Feuer und Flamme für ihren Glauben waren: Sie haben beobachtet und selb­st erlebt, wie dank Gott sich Prob­leme – kleine, grosse und riesige – lösen liessen. Sie haben sich vom Evan­geli­um zus­prechen lassen: Verän­derung zum Besseren, ja zum Guten ist nicht ein opti­mistis­ches Hirnge­spinst. Es ist eine echte Möglichkeit.

„Verän­derung ist möglich“ weit­er­lesen

Wachstum bedeutet Veränderung

Pho­to by Mark König on Unsplash

zu Philip­per 1,6

Ein­er­seits reden wir in Kirchen und Gemein­den sehr oft von Verän­derun­gen, von Wach­s­tum. Manch­mal brauchen wir dafür auch den Begriff Heili­gung. Ander­er­seits tun wir uns oft doch schw­er, wenn wir uns tat­säch­lich ändern müssen. — Das ging mir durch den Kopf, als ich am Anfang des Philip­per­briefes las: „Ich bin darin guter Zuver­sicht, dass der in euch ange­fan­gen hat das gute Werk, der wird’s auch vol­len­den bis an den Tag Christi Jesu.“ „Wach­s­tum bedeutet Verän­derung“ weit­er­lesen