In Erwartung

Impuls im öku­menis­chen Gottes­di­enst zum 1. Advent am 30.11.2025 im Zelt auf dem Kro­nen­wiesen­platz zu Lukas 1,26–38

Liebe Gemeinde,

wir sind im Advent angekom­men. Wir sind gewis­ser­massen in Erwartung. Wir war-ten auf Licht ins Dun­kle. Wir warten auf Wärme in der Kälte. Wir warten auf das Fest. Wir warten auf freie Tage. Wir erwarten, dass es wieder so wird, wie wir es lieben: Stim­mungsvoll. Fes­tlich. Gut.

Bib­lis­che Texte im Advent laden uns aber ein, mehr zu erwarten. Nicht nur, was wir schon ken­nen. Es kön­nte doch mehr und ganz anderes möglich wer­den. Gott ver­mag mehr, als wir zu hof­fen wagen. – MARIA hat erlebt: Gott erwartet mehr als das Übliche, das Nor­male. Darum stellte der Besuch von Gabriel für sie so ziem­lich alles auf den Kopf. – Sie war ja noch sehr jung, 12 oder vielle­icht 13jährig. Mehr nicht. Sie war ver­lobt mit Josef. Ihre Erwartun­gen waren darum: Heirat­en; ein Mann, der sie liebt; Kinder. Ein nor­males Leben eben. Sie hoffte wohl schon auch auf das Kom­men des Mes­sias. Doch sie rech­nete nicht damit, dass sie das so per­sön­lich betr­e­f­fen würde.

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Er bringt Gerechtigkeit

Jere­mia 23,5–6

Predigt am 08.12.2024 (2. Advent) in der EMK Adliswil

Liebe Gemeinde,

„Komm, du lang ersehn­ter Jesus!“ haben ger­ade gesun­gen. Charles Wes­ley nimmt in seinem Adventslied einen Gebet­sruf der ersten Christ:innen auf. In ihren Gottes­di­en­sten tönte es: „Maranatha! Komm bald, Herr Jesus!“

Ist das auch unser Herzen­san­liegen? Rufen, beten wir so? – Vielle­icht nicht so oft. Aber Ja, es gibt Momente, in denen ich empfinde: „Jet­zt reicht’s! Gott, greif mal ein und durch! Komm, Chris­tus, und räum auf, was Men­schen durcheinan­der­brin­gen!“ – Die Bad News dominieren gefühlt immer mehr: Krieg, Naturkatas­tro­phen, soziale Unruhen, poli­tis­che Block­aden … Meine Fra­gen sind oft: Warum dominieren die Hohepriester:innen des Ego­is­mus, die Prophet:innen der Macht und die Lobbyist:innen des Geldes der­art? Warum muss aus Wet­tbe­werb immer wieder Krieg wer­den? Warum sind die Förderer:innen von Miteinan­der und Füreinan­der der­massen in der Defen­sive? — Als Christ:innen ken­nen wir zwar andere Werte und Lebens­mod­elle (wie Mit­men­schlichkeit; Gemein­schaft, Fein­desliebe). Doch mit deren Umset­zung hapert es schon inner­halb der Kirche immer wieder. Und ausser­halb erst recht!

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