Befreit von Gesetzlichkeit — Berufen zur Verantwortung

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«Und er sagt zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbats willen.» (Markus 2, 27)

So rechtfertigte Jesus gegenüber den Pharisäern, dass seine Jünger Ähren rauften, also Getreidekörner zur Nahrung gewannen. Diese Aussage von Jesus muss die Pharisäer wie ein Blitz getroffen haben – kurz darauf beschliessen sie, bezeichnenderweise an einem Sabbat, Jesus zu töten.

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Echte Freiheit verträgt keine Götzen

Foto: Arto Marttinen

«Ich bin der Herr, dein Gott, der dich herausgeführt hat aus dem Land Ägypten, aus einem Sklavenhaus. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.» (Exodus 20, 2-3)

Häufig wird der Inhalt des dritten Verses – «Du sollst keine anderen Götter haben neben mir» – als erstes Gebot bezeichnet. Es wird dabei aber normalerweise überlesen, dass dieses Gebot sozusagen eine Präambel der Freiheit hat: Was ist das für ein Gott, der keine anderen Götter neben sich toleriert? Antwort: Er ist ein Befreier. Er ist derjenige, der die Israeliten aus der Sklaverei geführt hat. Für uns als Christen gilt etwas ganz Ähnliches. Der Gott, den wir anbeten, ist derjenige, der seinen eigenen Sohn hingegeben hat, um uns von der Sklaverei des Gesetzes und der Sünde zu befreien.

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