Zäme sägne (d’Chraft vom Mitenand VIII)

Predigt am Pfin­gst­son­ntag, 24.05.2026 in der EMK Adliswil zu 4.Mose 6,22–27

Copy­yright: Daiga Ella­by on unsplash.com

Liebe Gemeinde,

wie haben Sie es mit Stoss­ge­beten? Z.B. so: ‚Lieber Gott, lass das Lichtsig­nal grün wer­den!‘ Oder: ‚Was wäre das für ein Segen, wenn ich jet­zt gle­ich beim Ziel einen Park­platz fände‘? Manch­mal brauchen wir das Wort ‘Segen’ ganz gern für kleine Siege im Alltag:

  • Die Kaf­feemas­chine funk­tion­iert trotz akuter Verkalkung? Ein Segen!
  • Die Kinder schlafen am Son­ntag bis um 8 Uhr? Ein riesiger Segen!
  • Die Steuer­erk­lärung ist fer­tig und zeigt, dass eine Rück­er­stat­tung fäl­lig ist? Göt­tliche Fügung!

Als wäre Gottes Segen das Geschenk eines stress­freien Lebens. Gott würde so zum himm­lis­chen Logis­tik­er, dessen Job es ist, unsere per­sön­liche Kom­fort­zone abzu­sich­ern. Wenn alles glat­tläuft, sagen wir noch schnell: ‚Ich bin ja so geseg­net.‘
Aber was ist, wenn ich eine ‘rote Welle’ erwis­che? Wenn die Kaf­fee­tasse leerbleibt und an der Mas­chine so rote Läm­pchen blinken? Wenn im Umkreis von 2 km alle Park­plätze belegt sind? Ist der Segen dann weg? – Wohl kaum. Was ist denn Segen eigentlich? Darum geht es heute. Darum, dass Gottes Segen viel mehr bedeutet als bloss ‘Glück gehabt’. Und auch darum, dass Gottes Segen manch­mal ger­ade dort zu greifen begin­nt, wo unsere Kom­fort­zone endet.

„Zäme sägne (d’Chraft vom Mite­nand VIII)“ weit­er­lesen