Mutig, weil Christus in uns lebt

Predigt zu Galater 2,16–21 am Son­ntag, 23.08.2026 in der EMK Adliswil

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dieses Lied hat Ohrwurm-Poten­zial: „In dir ist mein Leben, in dir meine Stärke, in dir meine Hoff­nung, in dir, o Herr!“ Wie oft habe ich es schon mit­ge­sun­gen … und dann am So-Nach­mit­tag kaum mehr aus dem Kopf gebracht. Es ‘groovt’ halt (→ der Rhyth­mus reisst mir). Dazu die ein­fache Melodie und ein eingängiger Text: „In dir ist mein Leben, in dir meine Stärke.“
Freilich: So toll ein Lied auch sein mag. Als Ohrwurm kann es einem auf den Weck­er gehen. Dazu die Frage: Wo bleibt sie denn, diese Kraft bzw. Stärke? Wenn eine Her­aus­forderung auf mich wartet? Wenn der Feier­abend auf sich warten lässt? Oder wenn es am Mor­gen beim Auf­ste­hen da und dort im Kör­p­er zwickt und ich viel Anlauf brauche, bis ich nur zur Kaf­feemas­chine komme?
Vor zwei Wochen lautete das The­ma ‘mutig vor­wärts­ge­hen’: Wir kön­nen Schritte wagen, weil Chris­tus uns ergrif­f­en hat. Am let­zten Son­ntag ging es um Elia und darum, wie es nach ein­er grossen Krise bei und dank Gott neuen Mut gefun­den hat. Und heute heisst es nun: Mutig, weil Chris­tus in uns lebt. – Ich hat­te das gar nicht als Predigtrei­he geplant. Son­dern mich für die Predigt ein­fach wieder ein­mal auf Perikopen (→ im 6‑Jahres-Tur­nus vorgeschla­gene Predigt­texte für jeden Son­ntag). Den Zusam­men­hang ent­deck­te ich erst im Lauf der Predigtvorbereitungen.

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Kleines hat Potenzial (aus dem Vollen schöpfen II)

Predigt zu Markus 4,30–32 in der EMK Adliswil am 02.022025

Liebe Gemeinde,

wir glauben hoff­nungsvoll. Weil Chris­tus aufer­standen ist und so alles, was das Leben ein­schränkt, über­wun­den hat, stirbt die Hoff­nung nie. Unser Glaube ist voller Hoff­nung, macht den Mit­men­schen Hoff­nung … etc.
So habe ich am let­zten Son­ntag for­muliert. Davon nehme ich nichts zurück. Hoff­nung soll unseren Glauben prä­gen und for­men. Genau so ist. Die Crux liegt wie so oft bei ‚Richtigkeit­en‘ des Glaubens in ihrer Umset­zung: Wie schaf­fen wir das? Woher nehmen wir die Kraft, hoff­nungsvoll zu glauben? Mein Glaube äussert sich oft weniger im State­ment: „Ich glaube hoff­nungsvoll!“ Son­dern im Hil­fer­uf: „Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben!“ (vgl. Mk 9,24)
Dann träume ich davon, dass mein Glaube stark wäre, viel stärk­er, als er oft ist. Nicht, weil ich mal einen Tag lang ein from­mer Super­held sein möchte. Auch nicht, weil ich Berge ver­set­zen möchte. Ok, ich ärg­ere mich manch­mal schon, wieviel Sonne die Albiskette Adliswil am Nach­mit­tag und Abend weg­n­immt. Aber die Hügel deshalb weg­beten? Da würde ja auch viel ver­loren gehen…. Doch Spass bei­seite: Ich stelle mir vor, dass mit einem stärk­eren Glauben Vieles etwas leichter gehen könnte.

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