Zäme am Tisch (d’Chraft vom Mitenand II)

Predigt vom 08.03.2026 in der EMK Adliswil zu Hebräer 13,1–2

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Liebe Gemeinde,

es geht weit­er mit der Rei­he ‘Zäme – d’Chraft vom Mite­nand’. Im Hin­ter­grund ste­ht unter anderem das Zitat von John Wes­ley: «Es gibt keine Heiligkeit auss­er der sozialen Heiligkeit». D.h. Glaube ist kein Solo­lauf. Glaube ist, wenn man so will, ein Mannschaftss­port. Er funk­tion­iert nicht im Allein­gang. Wir brauchen das ‘Zäme’. Unsere Kraft kommt aus dem Miteinan­der, mit Gott und miteinan­der. Nur daraus wächst und reift unser Glaube. Nur so wer­den wir wirk­sam in dieser Welt.
Ums ‘zäme Teile’ ging es am let­zten Son­ntag. Heute heisst das The­ma ‘zäme am Tisch’. Das passt schon deshalb, weil wir am näch­sten Sam­stag erst­mals ‘zäme am Tisch’ in Form eines Brunch­es aus­pro­bieren. Darüber hin­aus geht es mir heute nicht nur um Tis­chge­mein­schaft, son­dern generell um Gast­fre­und­schaft … die häu­fig ‘zäme am Tisch’ einen angemesse­nen Aus­druck findet.

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Zäme teile (d’Chraft vom Mitenand I)

Predigt vom 01.03.2026 in der EMK Adliswil zu Apos­telgeschichte 4,32–35

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Liebe Gemeinde,

«Wo du hingehst, da will ich auch hinge­hen; wo du bleib­st, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.» (Ruth 1,16). Das klingt ein wenig nach Hochzeit. Und es ist tat­säch­lich ein beliebter Trautext, den wir zu Beginn des Gottes­di­en­stes gehört haben. Dabei ist der Zusam­men­hang ein ander­er: Die alte Witwe Nao­mi zieht nach lan­gen Jahren im Aus­land zurück in ihre Heimat. An der Gren­ze will sie ihre eben­falls ver­witweten Schwiegertöchter zurückschick­en. Ihre Zukun­ft liege nicht in Israel. Die eine, Orpa, kehrt tat­säch­lich um und ver­ab­schiedet sich. Die andere aber, Ruth, lässt sich nicht abschüt­teln. Sie erk­lärt: «Wo du hingehst, da will ich auch hinge­hen; wo du bleib­st, da bleibe ich auch …». Anders gesagt: «Wir gehören zusam­men. Komme, was wolle!» Es gibt keine Umstände, die unsere Gemein­schaft in Frage stellen oder gar auflösen kön­nten. Danach sehnen sich Men­schen, auch heute: Nach ein­er Gemein­schaft, aus der sie nicht her­aus­fall­en kön­nen. Umgekehrt ist es die grösste Angst viel­er, irgend­wann allein gelassen zu wer­den und vergessen zu gehen.

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Vorsorgen oder Teilen?

Lukas 12,13–21

Predigt am 01.10.2023 in der EMK Adliswil

begin­nen wir heute mit einem Gedanken­spiel: Am Fre­itagabend lagen bei Euro-Mil­lions, einem euopaweit­en Lot­tospiel, 125 Mio. Fr. im Jack­pot. Stellen Sie sich vor, Sie hät­ten diesen Jack­pot gek­nackt! Damit hät­ten Sie auf einen Schlag genug Geld, um nie mehr arbeit­en zu müssen und kön­nten sich fast alle Wün­sche erfüllen.

  • Was wür­den Sie damit machen?
  • Wieviel ‘darf man’ bzw. ‘darf ein Christ’ für sich selb­st behalten?

Warum dieser Ein­stieg in die Erntedankpredigt? – Es ist ganz ein­fach: Im Predigt­text, den die Perikopenord­nung in diesem Jahr für das EDF vorschlägt, geht es genau um diese Fra­gen. Ich lese Lukas 12,13–21:

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Erntedank — Auftrag und Kraftquelle

Jesa­ja 58,7–12; Apos­telgeschichte 3,16

Predigt am Erntedank­fest vom 02.10.2022 in der EMK Adliswil

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EINSTIEG INS THEMA

“Aller Augen warten auf dich, Herr, und du gib­st ihnen ihre Speise zur recht­en Zeit. Du tust deine Hand auf und sät­tigst alles, was lebt, nach Deinem Wohlge­fall­en.” (Psalm 145,15f)

   DE: Du, Susanne, ist das nicht etwas zu dick aufge­tra­gen? – Gott sät­tigt alles, was lebt zur recht­en Zeit. Oder im Lied: Dank sei Dir, Herr, dein Wirken offen­bar. Heute ist Erntedank­fest. Schon klar. – Aber stimmt das so?

Susanne:   Du hast nicht ganz unrecht. Die Trock­en­heit hat vie­len Bauern in diesem Som­mer Sor­gen gemacht und die Ernte geschmälert. Ander­er­seits schwär­men die Reb­bauern von ein­er noch nie dagewe­se­nen Wein­qual­ität. – Im Garten habe ich auch viel ern­ten kön­nen. Gott hat es wach­sen lassen.

DE: Ja, schon. Und die Regale in den Läden sind nach wie vor voll. Wir haben alles, und mehr als genug davon. – Aber ob das auch so bleibt? Die drama­tis­che Gletsch­er­schmelze, Wald­brände, Hitzereko­rde haben einen Vorgeschmack geben auf das, was noch kom­men kön­nte. Der Krieg in der Ukraine, Unruhen im Iran, Schar­mützel an der Gren­ze zwis­chen Äthiopi­en und Eritrea, Hunger in Äthiopi­en und Kenia…. Vieles liegt weltweit im Argen. – Ist es nicht ego­is­tisch, wenn wir fröh­lich Erntedank feiern und die Prob­leme ander­er ausblenden?

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