Gnade (Gute Nachricht I)

Predigt vom 11.01.2026 in der EMK Adliswil zu Titus 2,11

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Liebe Gemeinde,

als Kinder mussten wir beim Mit­tagessen schweigen, solange die Nachricht­en am Radio liefen. Nachricht­en waren und sind eben wichtig. Wobei wir heute wohl öfter von News reden. Doch so oder so: Man will und muss informiert sein. Es gibt Break­ing News, die im Schrift­band über den Bild­schirm laufen. Es gibt immer mehr Fake News. Wir informieren uns über die Tagess­chau, die Tageszeitung (wer hat sie noch auf Papi­er? Ich z.B. nicht) oder auch via Social Media (was freilich heikel sein kann, weil Vieles schw­er über­prüf­bar ist). Bei ganz drama­tis­chen Ereignis­sen oder Umstän­den liefert uns der News-Tick­er sog­ar im Minu­ten­takt Infos auf das Handy. Oft bis meis­tens sind es ‚Bad News‘ – schlechte Nachricht­en, die uns so erre­ichen. Sie kön­nen uns belas­ten und aufwühlen.
In der Bibel gibt es auch schon News bzw. Nachricht­en. Das Wort Evan­geli­um ist näm­lich sozusagen die Urform der Nachricht. Die griechis­che Vor­silbe Eu macht sie speziell. Sie bedeutet ‚gut‘ oder ‚wohl‘. Evan­geli­um heisst also gute Nachricht, fro­he Botschaft. Es bietet ‘good News’. Evan­geli­um ist von seinem Wesenskern eine gute, ja die beste Nachricht. — Während andere News uns sagen, was alles falsch und schief gelaufen ist, sagt das Evan­geli­um uns, was Gott wieder gut gemacht hat. Das Evan­geli­um sagt uns nicht, was wir tun müssen. Vielmehr spricht es uns zu, was Gott für uns getan hat. Dazu müsste es einen Live-Tick­er geben, der uns per­ma­nent News auf das Handy schickt.

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Die Gute Nachricht ins Gespräch bringen

Apos­telgeschichte 17,16–34

Predigt in der EMK Adliswil am Son­ntag, 08.05.2022

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Liebe Gemeinde,

wir haben den Predigt­text aus Agp 17 eben gehört: Paulus ist in Athen. Zunächst geht er herum wie ein Tourist und sieht sich alles genau an. Er bleibt aber nicht dis­tanziert­er Beobachter, son­dern geht auf die Sehenswürdigkeit­en ein. Er ärg­ert sich über Götzen­bilder und spricht Ein­heimis­che darauf an. Die find­en es inter­es­sant, ihm zuzuhören und laden ihn ein, seine Gedanken auf dem Are­opag, dem grossen Mark­platz, vorzu­tra­gen. Dort hält der Apos­tel eine bemerkenswerte Rede. – Bemerkenswert, weil er nicht zuerst seinem Zorn über die Götzen­bilder Luft macht. Son­dern Paulus sucht und find­et einen Anknüp­fungspunkt: Den Altar für den unbekan­nten Gott. Von dort aus kann er die Gute Nachricht von Chris­tus entfalten.

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… also schämt euch nicht!

Predigtrei­he EVANGELIUM VI

Bibel­texte: Römer 1,16

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in den Kriegen zwis­chen Israel unter König Saul und den Philis­tern hat­ten let­ztere die Bun­deslade gestohlen. Der ver­gold­ete Holzkas­ten, der die Tafeln mit Gottes Geboten enthielt, war der heilig­ste Besitz des Volkes. Etliche Jahre später kam die Bun­deslade zurück nach Jerusalem. 2.Sam 6 erzählt, wie das vor sich ging. Für David, erst seit kurzem König über Israel, war e eine ganz grosse Sache. Er liess es sich nicht nehmen, den Umzug per­sön­lich anzuführen. Bek­lei­det nur mit einem Priester­schurz, tanzte er den ganzen Weg vor der Bun­deslade her. Und zwar nicht gesit­tet, zurück­hal­tend, wie es sich für den König geziemt hätte. Son­dern voller Hingabe, voller Lei­den­schaft, oder wie die Luther­bibel über­set­zt: „David tanzte mit aller Macht vor dem Her­rn her!“ Sein­er Frau Michal hinge­gen war es höchst pein­lich, wie David sich – wie sie fand – vor dem ganzen Volk zum Affen machte. Sie schämte sich in Grund Boden. David hinge­gen erk­lärte, dass er sich gerne klein machen wolle, solange es der Ehre Gottes diene.

„ … also schämt euch nicht!“

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