Humor und Glaube

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Bibel­texte: 1.Mose 11,1–9; Jesa­ja 44,9–20; Predi­ger 9,7–10

From­men Men­schen sagt man manch­mal nach, sie hät­ten wenig Humor, ver­mut­lich nicht ganz zu Unrecht. Vielle­icht ist es sog­ar ein Stück weit nachvol­lziehbar. Schliesslich: Wenn eine so gewichtige Sache wie das Heil bzw. das (ewige) Leben auf dem Spiel ste­ht, ist das ja doch eine aus­ge­sprochen ernst Sache. Ander­er­seits gehört Lachen zu einem erfüll­ten Leben unbe­d­ingt dazu. Das Leben soll und darf Spass machen, ist manch­mal auch wirk­lich lustig und komisch.

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Die Angst muss weichen

Bibel­text: Lukas 24,1–11, 36–43

… in der Angst gefangen

Eigentlich sollte Ostern ein Tag sein, an dem gilt:“Freude herrscht!‘ So aber war es nicht von Anfang an. Erst gegen Abend kam Freude auf. Vorher regierten am Ostertag, wie die Berichte der Evan­gelien zeigen, Angst, Trauer und Zweifel. Die Frauen hat­ten den Jüngern zwar erzählt, dass Jesus lebe. Beim Lesen dünkt einem, das hät­ten sie doch glauben kön­nen. Schliesslich hat­te Jesus vorher oft davon gesprochen, dass er lei­den und ster­ben, danach aber aufer­ste­hen werde. Doch das wollte den Jüngern nicht wieder in den Sinn kom­men. Sie waren am Oster­mor­gen von Kar­fre­itag her noch total im Aus­nah­mezu­s­tand. Sie hat­ten Angst, dass sie auch gefan­gen genom­men und getötet wer­den kön­nten. Sie wussten über­haupt nicht, was sie als Näch­stes tun soll­ten. Solange war Jesus bei ihnen gewe­sen. Er hat­te ihnen immer geholfen, wenn sie nicht mehr weit­er­wussten. Doch jet­zt war er weg. Alle hat­ten zwar gewusst, was für ein guter Men­sch er gewe­sen war. Doch geschick­te das das Mis­strauen zwis­chen Pila­tus und Herodes aus­nützend hat­ten Jesu Geg­n­er es geschafft, dass Jesus ans Kreuz geschla­gen wurde. Damit war es auch für die Jünger gefährlich gewor­den. Deshalb hat­ten sie Angst. — Angst kann einen ein­mauern wie ein Gefäng­nis. Und dann sieht man nicht mehr drüber, sieht nicht mehr, was auch noch ist und kann nicht mehr an ein Wun­der glauben.

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Auf den zweiten Blick gesehen

Pho­to by Jor­dan Spald­ing on Unsplash

Bibel­texte: Lukas 24,32; Johannes 20,11–18 u.a.

Beim Lesen in den Ostergeschicht­en fällt mir auf: Nie­mand, der dem Aufer­stande­nen begeg­nete ist, begriff sofort, was passiert war. Alle haben den Chris­tus besten­falls auf den zweit­en Blick erkan­nt. Sie braucht­en mehrere Anläufe, um die Oster­botschaft zu glauben:

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Brief an einen Zweifler

Bildquelle: http://photoheuristic.info/2016/12/27/optische-taeuschung, (aufgerufen am 12.04.2018; 08:45)

zu Johannes 20,24–29

Lieber Thomas,

für viele bist Du nur ‘der Zwei­fler’. Sie be­lächeln dich, weil es Dir nicht gere­icht hat, von anderen zu hören, dass Jesus aufer­standen ist. Ich finde, damit wird man Dir nicht gerecht. Und ich begreife gut: Du woll­test es selb­st sehen, woll­test Beweise.

Mich beein­druckt, dass Du zu Deinen Zwei­feln ges­tanden bist. Sie sind in mei­nen Augen keine Schwäche, son­dern Aus­druck von Gründlichkeit und ein Zei­chen für die Hart­näck­igkeit Dein­er Suche nach der Wahrheit. „Brief an einen Zwei­fler“ weit­er­lesen

Starker Glaube oder Glaube an einen starken Gott?

Pho­to by Jere­my Perkins on Unsplash

zu Markus 9,14–29

Mein Glaube ist offen­sichtlich nicht so stark. In der Geschichte von der Hei­lung eines epilep­tis­chen Knaben ste­ht näm­lich der Satz: “Wer glaubt, kann alles!” (Mk 9,23). Und ein anderes Mal hat Jesus gesagt, dass ein Glaube von der Grösse eines Sen­fko­rns aus­re­iche, um einen Berg zu ver­set­zen (vgl. Mt 17,20). Ich aber habe erstens noch nie einen Berg ver­set­zt und bin zweit­ens weit davon ent­fer­nt, meinem Glauben alles zuzu­trauen. Mein Glaube ist oft schwach und immer wieder mit Zweifeln ver­mis­cht. — Ist das ein Prob­lem? Oder spielt die Stärke meines Glaubens — wenn sie denn mess­bar wäre — vielle­icht gar keine Rolle? „Stark­er Glaube oder Glaube an einen starken Gott?“ weit­er­lesen