Gott ist die Liebe

Bibel­text: 1.Johannes 4,16

‚Gott ist die Liebe!‘ Wie oft haben wir das in der Son­ntagschule gesun­gen. Viele Stro­phen lang. Und im Refrain immer wieder: ‚Drum sag ich‘s noch ein­mal: Gott ist die Liebe!‘ Und noch ein­mal … Der 1.Johannesbrief vari­iert diese Grun­daus­sage des christlichen Glaubens in Kapi­tel 4, Vers 16, so: „Wir jeden­falls haben erkan­nt und hal­ten im Glauben daran fest, dass Gott uns liebt. Gott ist Liebe. Wer in der Liebe lebt, lebt in Gott und Gott lebt in ihm.“

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Vertrauend glauben

Josua 1,9, Galater­brief

Eine Predigt in drei Por­tio­nen, gehal­ten am 21.08.2022 in der EMK Adliswil

Portion I: Ein Ferienerlebnis

  • Die Ferien­zeit ist vor­bei. Mor­gen geht es wieder los! ® Vor­freude, aber auch Bam­mel: Was kommt auf mich zu? Schaffe ich es? Reicht meine Kraft? Finde ich Unter­stützung, wo ich sie brauche? – Schöne Zusage: „Gott gibt den Müden Kraft und die Schwachen macht er stark“! – Wage ich es, mich darauf zu ver­lassen? Oder suche ich nach zusät­zlichen Sicherheiten?
  • Neuan­fang oder neue Runde wie eine Berg­wan­derung. — Ich erzäh­le von ein­er Wan­derung, die wir in den Ferien gemacht haben.
  • Vor 40 Jahren: Ferien in Zinal mit Herkun­fts­fam­i­lie. Tracuit-Hütte SAC am Weis­shorn als Traumziel. Es kam damals nicht dazu. Mein Vater erwis­chte eine Som­mer­grippe. Meine Mut­ter traute sich die Wan­derung mit uns Kindern nicht alleine zu (über 4 h Auf­stieg; ~ 1700 m Höhen­dif­ferenz; Ziel auf über 3200 m). Ich war noch zu  jung, um die Ver­ant­wor­tung für Mut­ter und jün­gere Geschwis­ter zu übernehmen. ® uner­füll­ter Traum
  • Vor 2½ Wochen mit WoMo nach Zinal gefahren, eigentlich eher zufäl­lig. Dort erwachte der Traum, zur Tracuit-Hütte auf 3259 MüM zu wan­dern, wieder. Das Wet­ter war gut. Wir entschlossen uns, den Ver­such zu wagen.
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… also schämt euch nicht!

Predigtrei­he EVANGELIUM VI

Bibel­texte: Römer 1,16

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in den Kriegen zwis­chen Israel unter König Saul und den Philis­tern hat­ten let­ztere die Bun­deslade gestohlen. Der ver­gold­ete Holzkas­ten, der die Tafeln mit Gottes Geboten enthielt, war der heilig­ste Besitz des Volkes. Etliche Jahre später kam die Bun­deslade zurück nach Jerusalem. 2.Sam 6 erzählt, wie das vor sich ging. Für David, erst seit kurzem König über Israel, war e eine ganz grosse Sache. Er liess es sich nicht nehmen, den Umzug per­sön­lich anzuführen. Bek­lei­det nur mit einem Priester­schurz, tanzte er den ganzen Weg vor der Bun­deslade her. Und zwar nicht gesit­tet, zurück­hal­tend, wie es sich für den König geziemt hätte. Son­dern voller Hingabe, voller Lei­den­schaft, oder wie die Luther­bibel über­set­zt: „David tanzte mit aller Macht vor dem Her­rn her!“ Sein­er Frau Michal hinge­gen war es höchst pein­lich, wie David sich – wie sie fand – vor dem ganzen Volk zum Affen machte. Sie schämte sich in Grund Boden. David hinge­gen erk­lärte, dass er sich gerne klein machen wolle, solange es der Ehre Gottes diene.

„ … also schämt euch nicht!“

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Für alle

Predigtrei­he EVANGELIUM V

Bibel­texte: Matthäus 11.28–30; Markus 2,17; Koloss­er 3,11

mit Psalm 23 (eben gehörtes bzw. gesun­ge­nes Lied) knüpfen wir an, wo wir vor ein­er Woche aufge­hört haben: Der gute Hirte weicht nicht von Dein­er Seite, geht Dir nach, begleit­et dich … sog­ar, ja ger­ade in den dunkel­sten und tief­sten Tälern Deines Lebenswegs. DU BIST NIE ALLEIN! Das ist eine der guten Nachricht­en Gottes für Dich. Genau­so (→ The­men der vor­ange­hen­den Son­ntage) gilt für Dich: Du bist gewollt und geliebt. — Du bist, so wie du bist, Gottes Bild. – Verän­derun­gen (Wende zum Besseren bzw. Guten) sind möglich.
Das ist Evan­geli­um pur! Es gilt. Für dich. Ganz per­sön­lich. Darauf kannst Du Dein Leben, Deine Gedanken, Deine Gefüh­le, Deinen Glauben abstützen und auf­bauen. — Wenn Du das erfahren hast, Feuer gefan­gen hast für das Evan­geli­um Christi, sein­er Botschaft ver­trauen willst, dann ist als näch­ster Schritt wichtig: Begreifen (und danach han­deln), dass es nicht nur Dir, son­dern allen Men­schen gilt. Das Evan­geli­um ist eine zwar sehr per­sön­liche gute Nachricht. Aber sie ist nicht pri­vat. Wir sind beauf­tragt, die Botschaft mit anderen zu teilen. Wir sollen Men­schen begreifen und erleben lassen, dass das Evan­geli­um auch ihnen gilt. Es gibt keine Aus­nahme. – Wir sollen ‚fro­hbotschaften‘ (Ich verzichte auf das belastete und deshalb vor allem ausser­halb der Kirche missver­ständliche Wort ‚evan­ge­lisieren‘). Froh-Botschaf­terIn­nen sollen und kön­nen wir sein, im Namen und Auf­trag Christi.

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Veränderung ist möglich

Predigtrei­he EVANGELIUM III

Bibel­texte: 2. Korinther 5,17ff, Lukas 19,1–10

Har­ry S.Truman, dem 33. Präsi­den­ten der USA (1945–1953), wird fol­gen­der Satz zugeschrieben: „Ein Pes­simist macht aus jed­er Chance ein Prob­lem; ein Opti­mist macht aus jedem Prob­lem eine Chance!“ Gut auf den Punkt gebracht, wie ich finde. Zu welch­er Kat­e­gorie gehören nun Chris­ten? – Sind wir Pes­simis­ten? Schliesslich: Alle Men­schen sind Sün­der. Nie­mand ist per­fekt. Ja, die Bibel sagt sog­ar: „Das Dicht­en und Tra­cht­en ihres Herzens ist böse von Jugend auf!“ (Gen 6,5) Dem­nach müssten, wo immer Men­schen ihre Fin­ger im Spiel haben, let­ztlich die Prob­leme wach­sen. – Oder sind wir doch eher Opti­mis­ten? Auch das liesse sich bib­lisch unter­mauern, z.B. mit einem Paulus-Zitat: „Ich ver­mag alles durch den, der mich mächtig (d.h. stark) macht.“ (Phil 4,13) – Es wäre wohl über­trieben, von Chris­ten zu ver­lan­gen, sich in jed­er Lebenslage opti­mistisch zu fühlen. Aber an die Hoff-nung, dass dank Chris­tus immer eine Verän­derung, d.h. eine Wende zum Besseren möglich ist, wer­den sich Chris­ten bis zulet­zt klam­mern. Denn das ist ein Grund, warum Chris­ten zu allen Zeit­en Feuer und Flamme für ihren Glauben waren: Sie haben beobachtet und selb­st erlebt, wie dank Gott sich Prob­leme – kleine, grosse und riesige – lösen liessen. Sie haben sich vom Evan­geli­um zus­prechen lassen: Verän­derung zum Besseren, ja zum Guten ist nicht ein opti­mistis­ches Hirnge­spinst. Es ist eine echte Möglichkeit.

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Was zählt?

Bibel­text: Römer 14,17

Worüber haben Chris­ten nicht schon gestrit­ten im Laufe der Zeit! Seit der Ref­or­ma­tion gibt es zum Beispiel den Stre­it um die Gültigkeit der Kinder­taufe. In der Grün­derzeit der methodis­tis­chen Kirche, gab es Auseinan­der­set­zun­gen darüber, ob ein ausser­halb ein­er Kirche im Freien abge­hal­tener Gottes­di­enst gültig sei oder nicht. Es gab Kon­flik­te um die Rolle der Frauen in der Kirche oder die Teil­nahme von Kindern am Abendmahl., Auch die Frage nach dem einem Gottes­di­enst angemesse­nen Musik­stil oder das The­ma der Kirchen­struk­tur kön­nen Chris­ten gegeneinan­der auf­brin­gen. Und es gibt noch viel, viel mehr davon.

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Stark in der Schwachheit

zu 2. Korinther 4,8–9

Je stärk­er dein Glaube an Chris­tus, desto bess­er geht es dir. Wie gerne hät­ten wir, dass das wahr wäre. Im Stillen neigen manche Chris­ten dazu, das tat­säch­lich zu glauben. Wie son­st kön­nten sie Kranken oder Lei­den­den, wie es lei­der immer wieder vorkommt, vor­w­er­fen: ‚Du glaub­st halt nicht genug!‘

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Wachstum bedeutet Veränderung

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zu Philip­per 1,6

Ein­er­seits reden wir in Kirchen und Gemein­den sehr oft von Verän­derun­gen, von Wach­s­tum. Manch­mal brauchen wir dafür auch den Begriff Heili­gung. Ander­er­seits tun wir uns oft doch schw­er, wenn wir uns tat­säch­lich ändern müssen. — Das ging mir durch den Kopf, als ich am Anfang des Philip­per­briefes las: „Ich bin darin guter Zuver­sicht, dass der in euch ange­fan­gen hat das gute Werk, der wird’s auch vol­len­den bis an den Tag Christi Jesu.“ „Wach­s­tum bedeutet Verän­derung“ weit­er­lesen

Recht oder Liebe?

Bildquelle: https://alenia.ch/artikel/grosszuegigkeit-ist-trumpf/

Bibel­text: 1. Korinther 13,4–7

Die Regeln rund um die Coro­na-Pan­demie schränken uns ein. Viele davon bleiben uns trotz Lockerun­gen noch lange erhal­ten. Ver­samm­lun­gen, auch kleine, bleiben ver­boten. Wenn man jeman­dem begeg­net, soll man auf Dis­tanz bleiben, sich­er nicht die Hände schüt­teln oder sich gar um den Hals fall­en. Und auch wenn wir den Sinn nachvol­lziehen kön­nen: Es fällt zunehmend schw­er­er, sich ganz daran zu hal­ten. Umso mehr ärg­ert es einen, wenn man andere beobachtet, die sich nicht (ganz) an alle Regeln hal­ten. Schliesslich: “Wenn ich schon schw­eren Herzens verzichte, sollen die anderen das gefäl­ligst auch tun …!”

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GASTBEITRAG: Der Gottesdienst ist NICHT abgesagt

Bildquelle: https://www.evkirche-fn.de/aktuelles/nicht-alles-ist-abgesagt/

von Pfr. Ste­fan Zürcher, Dis­trik­tsvorste­her EMK Nordwest

Bibel­texte: Römer 12,1

Brüder und Schwest­ern, bei der Barmherzigkeit Gottes bitte ich euch:
Stellt euer ganzes Leben Gott zur Ver­fü­gung. Es soll wie ein lebendi­ges und heiliges Opfer sein, das ihm gefällt. Das wäre für euch die vernün­ftige Art, Gott zu dienen.

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